Chronik
Die Chronik des TSV 1862 Babenhausen muss in drei getrennten Abschnitten betrachtet werden, da es die Geschichte dreier Vereine ist, einmal des TSV 1862 Babenhausen, der Spiel- und Sportvereinigung und des Turnvereins von 1862.
Der Turnverein von 1862
Es war der damalige Apotheker Ludwig Kuhn, dem die Gründung unseres Turnvereins im Frühjahr 1862 zugesprochen werden muss. Kuhn hatte eine enge Bindung an die Heimat und zur Babenhauser Bürgerschaft. Bereits im Jahre 1868 wird er zum Ehrenmitglied, dem ersten des Vereins,ernannt und zwar auf Antrag des zu dieser Zeit amtierenden Vorstandes, des Uhrmachers Andreas Zettler. Das Protokollbuch besagt darüber: "In schöner Rede bezeichnete derselbe, (Zettler), dass vor 6 Jahren der Turnverein Babenhausen von dem lieben und geachteten Bürger, Herrn Apotheker Kuhn, dahier gegründet wurde und derselbe alsbald dem Vereine eine herrliche Gabe, bestehend in einer schwarz-rot-goldenen Turnerfahne überreichte. Vorstand Zettler schlägt vor, Herrn Kuhn als Ehrenmitglied zu ernennen, was sofort von der ganzen Versammlung freudigst angenommen wurde".
So ist Ludwig Kuhn nicht nur erstes Gründungsmitglied, sondern er verlieh dem Verein auch die erste Fahne. Im Jahre 1888 siedelte Kuhn nach Kempten über. Stets blieb er von dort aus in ständiger Fühlung mit seinem Turnverein.
Öftere Geldgeschenke, die Überreichung des Fuggermarsches, die liebevolle Fürsorge für die Babenhauser Turner anläßlich des Bezirksturnfestes im Jahre 1905 in Kempten, die gleichzeitige Widmung einer Erinnerungstafel an dieses Fest und vieles andere mehr bezeugen die tiefe Verbundenheit Kuhns mit den Geschicken unseres und seines Turnvereins.
Wenden wir uns nun den anderen Männeren zu, welche zuverlässig als Mitbegründer des Vereins bezeichnet werden können. Hier sind in den Protokollen folgende Namen verzeichnet:
Uhrmacher Andreas Zettler, Kupferschmied Reinisch, Bäcker Jakob Winter,
Nagelschmied Bammert, Lehrer Wind, Lehrer Gebele, Buchhalter Schwarz, Sailer-Stury, Maler-Stury, Flaschner Ferd. Miller, Hutner J. Miller, Kürschner Schild, Buchbinder Johann Heiligsetzer, Kaufmann Heinrich Engel und Schreinermeister W. Engel. Letzterer konnte im Alter von 94 Jahren noch am Gauturnfest 1932 teilnehmen. Die Liebe dieser Männer zu den hohen Zeilen der deutschen Turnerschaft vererbte sich auch auf ihre Nachkommen, deren Namen in der Geshcichte des Vereins als aktive und organisatorisch tätige Mitglieder vertreten sind.

Die leitenden Männer
Die Leitung des Turn-Vereins hatten während seines Bestehens folgende Persönlichkeiten im genannten Zeitraum inne:
Apotheker Ludwig Kuhn mit 6 Jahren Vorstandszeit, Andreas Zettler mit 10 Jahren, Maler-Stury mit 2 Jahren, Melchior Winter mit 2 Jahren, Josef Lang mit 8 Jahren, Johann Ranz mit 12 Jahren, Karl Betzenhofer mit 2 Jahren, Arkad Huber mit 16 Jahren, Anton Göppel mit 2 Jahren, Hans Tanner mit 8 Jahren, Josef Hudler mit 8 Jahren, Leopold Diepolder mit 5 Jahren. Von allen diesen Männern gingen außerordentlich wichtige Maßnahmen und Anregungen entsprechend den zeitlichen Notwendigkeit aus. Besonders muß erwähnt werden Vorstand Hans Tanner, der den Verein in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit übernahm. In den Nachkriegs- und Revolutionsjahren galt es, die Jugend wieder dem Turnen und Sport zuzuführen, was ihm, wenn auch nicht auf einmal, so doch im Laufe der Jahre weitgehendst gelang. In seine Vorstandszeit fiel auch der Umbau der fürstl. Fuggerschen Sommerhalle zur Turnhalle. Beispielhaft war damals die Mitarbeit der aktiven Turner, welche durch ihren freiwilligen Einsatz wesentliche Umbaukosten einsparen halfen.
Im Juni 1932 übernahm Josef Hudler die Leitung des Vereins. Schon als Schriftführer gründete er am 26. Juli 1930 den Orstverband für Leibesübungen, in der Erkenntnis, daß nur durch kameradschaftliche Zusammenarbeit der beiden Vereine, Turn-Verein und Spiel- und Sportvereinigung, ein Erfolg in der Jugendertüchtigung beschieden sein konnte. Die Führung der Geschäfte des Ortsverbandes übernahmen Josef Hudler und Heinrich Rauschmayr vom TV, Schöllhorn und Hans Adler von der Spiel- und Sportvereinigung. Viele gemeinsam durchgeführte Veranstaltungen rechtfertigen weitgehendst den Zusammenschluß. Als größte Aufgabe in seiner Stellung als 1. Vorstand setzte sich Josef Hudler das Ziel, die gemeindliche Kiesgrube mit dem Fußballplatz zu der Sportanlage in der heutigen Form umzubauen. Durch die hervorragende Mitarbeit des 2. Vorstandes, Landwirtschaftsdirektor Hermann Lochbrunner, mit Unterstützung durch Gemeinde und Reichsarbeitsdienst, gelang dieses Werk. Die Einweihung bzw. Eröffnung erfolgte am 27. 8. 1937. Die Marktgemeinde Babenhausen verfügt damit über ein Naturstadion, das bei den auswärtigen Besuchern höhste Anerkennung findet.
Die Kassenwarte
Eine große Ausdauer in der Vereinsvorstandschaft zeigten die sechs Männer, welchen das Kassenwesen übertragen war. Sie hießen: J. Bammert mit 34 Jahren Dienstzeit, Melchior Reinisch mit 13 1/2 Jahren, Fritz Hoermann mit 1 1/2 Jahren, Georg Bauer mit 6 Jahren und Anselm Mayer mit 24 Jahren. Das Gründungsmitglied J. Bammert versah also 34 lange Jahre das verantwortliche Amt des Kassiers. Peinlich genau war seine Buchführung. Er war eigfrigst bedacht auf das Gleichgewicht der Turnerkasse. Die anderen Kassiere traten in die Fußstapfen des alten. Kassier Anselm Mayer muß ebenfalls besonders gedankt werden. Im Turnwesen von frühester Jugend an tätig, wußte er als Finanzbewahrer sehr wohl, daß der Zusammenhalt im Verein insbesonders auch von der Kassenlage abhängt. Er erreichte immer den Ausgleich von Defiziten und führte seine Geschäfte zäh und lautlos. Er war es auch, der zusammen mit Hans Tanner den Turnverein während der Inflationszeit finanziell hoch hielt. Im Zusammenhang damit sei an dieser Stelle mit erwähnt, daß die Frauen der Genannten dem Verein die gleiche Gebefreudigkeit entgegenbrachten. Sie finanzierten nach dem Kriege die notwendige Renovierung der Fahne, wofür den beiden Turnenfrauen die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde.
Die Schriftwarte
Die Arbeit der Schriftwarte war gleichfalls groß und beschwerlich genug. Galt es doch, all die verschiedenen Anträge, Vorkommnisse und Berichte in entsprechende Worte zu kleiden. In ihren oft übertrieben ausführlichen Berichten über das Vereingeschehen spiegelt sich um die Jahrhundertwende die friedliche Zeit und das biedere gesellschaftliche Zusammenleben in unserer Heimat vor dem ersten Weltkriege. Das Schlußwort, welches Schriftführer Schwarz an das Generalversammlungs-protokoll 1868 setzte, soll hier vermerkt werden:"Und das Erfreulichste ist für die Jetztzeit, unsere ungestörte Einigkeit; darum Fluch dem, der es wagt durch Willkür oder Egoismus, den tiefen Frieden unseres Vereins zu stören". Die Namen der Schriftwarte sind: Buchhalter Schwarz, Math. Unglehrt, Aktuar Sarauer, Lehrer Brugger, Johann Heiligsetzer, Wilhelm Müller, Anselm Magel, Adolf Wiedemann, Johann Schild, Xaver Gebele, Westermayer, Kinadeter, Franz Zumsteg, Michael Wiedemann, Simon Kuhn, Melchior Reinisch, G. Uhl, Karl Geisel, Anton Gallermeier, A.Göppel, Karl Wiedemann, Anselm Wiedemann, Josef Hudler, welcher von 1925-1932 auch Gauschriftwart war und Hermann Ammann.
Von den Turnwarten
Ihnen oblag die praktische Turnarbeit, die bekanntlich sehr viel Geduld und Hingabe erfordert. Die körperliche Ertüchtigung der ehemaligen und heutigen Jugend in Babenhausen verdanken wir ihnen an erster Stelle. Bis 1914 waren als 1. Turnwart tätig: Melchior Reinisch von 1862-1871, Josef Lang von 1871-1878, Johann Schild von 1878-1884, Josef Raffler von 1893-1897, Hans Maier von 1897-1908, Josef Sporer von den 2. Turnwarten und Zöglingsturnwarten: Thomas Wittlinger, Georg Wagner, Georg Winter, Josef Schaule, Max Kaifler, Hans Dreier, Josef Fickler, Simon Tanner und den Spielwarten Karl Geisel und Hans Wachtler.
1919 wurde der Turnverein neu organisiert. Als Turnwarte waren tätig: Josef Lamprecht von 1919-1925, Math. Sauter als 1. und 2. Turnwart von 1922-1930, Josef Fischer, Josef Marksteiner mit Unterbrechungen von 1922-1930, Heinrich Rauschmayr als Spielwart bzw. Oberturnwart von 1925-1940, Alois Schuster als Zöglingsturnwart von 1930-1932, Ludwig Zedelmaier, Emanuel Hoermann und Herrmann Ammann als Zöglingsturnwarte von 1930-1940. Die weiblichen Jugendgruppen wurden in der Zeit von 1932-1945 betreut von Senta Hirschberger, Cläre Baur, Anni Mayer und Anni Weidmann.
Die Kneipwarte
Die Protokolle weisen davon 26 auf. Bis zum Jahre 1898 waren es meist Lehrer, weil ja innerhalb des Vereins auch der Gesang sehr gepflegt wurde. Lehrer Gebele dürfte von allem am längsten in Amt und Würde gewesen sein. Von den späteren Kneipwarten seien noch genannt: Otto Schömers, Hans Tanner, Ferdinand Miller, Albert Meer und Fritz Fahrenschon. Das Amt des Kneipwartes wurde nach dem zweiten Weltkriege nicht mehr besetzt, da die Jugend andere Vorstellungen zum kameradschaftlichen Vereinsleben entwickelte.
Zeugwarte und Beisitzer
Im Ausschluß. bzw. in der Organisation des Vereins wären noch 21 Zeugwarte und eine größere Zahl von Besitzern zu erwähnen. Sicher hatten auch die Zeugwarte bei der meist nicht üblichen Ordnungsliebe Jugendlicher in der Verwaltung der Turngerätschaften keinen leichten Stand.
Die Mitglieder
Die Mitglieder des TV stammen von jeher aus allen Kreisen der Einwohnerschaft. Der Handwerker, der Bauernsohn, der Gewerbertreibende und Angestellte, Ärzte und Beamte, der Arbeiter, Geselle wie Lehrling kommen und kamen in die Reihe der Turner. Auch die Geistlichkeit zählte zu den passiven Mitgliedern des Vereins. Hochwürden geistl. Rat M.Zott war von 1912 bis an sein Lebensende im TV, Benefiziat Maucher 3 Jahre.
Die Mitgliederzahl bewegte sich in den Gründerjahren zwischen 40 und 60.
Im Jahre 1869 berichtete jedoch Schriftführer Schwarz schon von 108 Mitgliedern. Ihre Zahl stieg dann bis zum Jahre 1896 auf über 200.
Im Jahre 1914 mußten auch 186 Turner aus den Reihen des TV in den 1. Weltkrieg ziehen. Auch sie haben mitgekämpft, gelitten, Leben und Gesundheit geopfert. Mit den Turnwarten Josef Sporer, Josef Fickler ind Simon Tanner ruhen 48 Turner in fremder Erde. Auch der 2. Weltkrieg forderte seine Opfer von TV. Mit Turnwart Emanuel Hoermann starben 37 Mitglieder des TV und des Turn- und Sportvereins den Soldatentod. Möge ihr Andenken in treuer kameradschaftlicher Verbundheit bewahrt bleiben.
Der Turn- und Feuerwehrverein
Am 7. Juni 1869 war es, als der damalige Bürgermeister Jakob Winter die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr im Kreise der Turner anregte. Die Eingliederung der Feuerwehr in den Turnverein erfolgte dann laut Protokollbuch im Jahre 1872. Die Verbindung hat bis zum 13. März 1895 gedauert, da ja meist Turner und Feuerwehrleute beides in einer Person waren. Die Trennung erfolgte deshalb, weil der Aufgabenbereich beiderseits immer größer und vielgestaltiger wurde.
Turnerische Tätigkeit
Der Vereinszweck wurde gleich bei der Gründung statutenmäßig festgelegt. Wie überall, so waren auch hier Vater Jahns große Gedanken wegweisend. Durch alle Zeiten hindurch war auch insbesondere die jeweilige Vorstandschaft auf die Einhaltung der statuarischen Vorschriften bedacht. In dieser Beziehung berichten die Analen von Strenge und Milde, Tadel und Lob, von Zorn und Rechtlichkeitsgefühl, von Ausschlußdrohnung und von Ausschluß selbst. Anfänglich wurde an zwei Abenden wöchentlich geturnt. Der Eifer und Wettstreit war naturgemäß in den einzelnen Jahren verschieden. Aber immer, wenn die Flauheit zu stark einriß, fand sich der starke Mann, um das auf die Fahne geschriebene Ziel von neuem aufzuzeigen. Bis zum Jahre 1914 wurde im Verein ausschließlich Geräteturnen und Leichtathletik betrieben, als Turnspiel kam später Faustball dazu.
Als Übungsraum diente das "Frauenhaus", was für die Bedürfnislosigkeit der damaligen Aktiven spricht. Umso schöner war der Turnplatz am Espach unter den alten Linden, welcher bis 1945 Verwendung fand und sich bei den Aktiven großer Beliebtheit erfreute.
Aus dem Bericht von Turnwart Sporer bei der Generalversammlung vom 7.12.1913 geht hervor, daß die Turnerabteilungen aus 36 Turnern, 30 Zöglingen und 15 mann der Männerriege bestand. Geturnt wurde an 186 Turnabenden mit 2800 Turnbesuchen. Hieraus ist zu ersehen, daß im Verein um diese Zeit auf sehr breiter Basis gearbeitet wurde. Während des ersten Weltkrieges kam der Übungsbetrieb fast völlig zum Erliegen. Vorstandsmitglieder, Turnwarte und Turner mußten die helle Turnjacke mit dem feldgrauen Soldatenrock tauschen.

Am 1. februar 1919 war es 1. Vorstand Arkad Huber wieder möglich, den Verein aud einer Generalversammlung mit eienr Mitgliederzahl von 131 neu zu organisieren. Das große Interesse der Jugend bewiesen 77 Neuanmeldungen. Im Jahre 1920 verzeichnete das Protokoll 51 Neuzugänge. Um den Wiederaufbau des Turnbetriebes in den ersten Jahren nach dem Krieg haben sich besonders die Turnwarte und Turner Mathias Sauter, Josef Lamprecht, Hans Weinhart, Josef Fischer, Alois schuster, Josef Marksteiner verdient gemacht. Geübt wurde an zweu Abenden wächentlich im Saale des Gesellenhauses. Es zeigte sich aber badl, daß die Aktiven nicht gesonnen waren, sich mit diesem Turnraum auf die Dauer zu begnügen. Die Generalversammlung vom 17.12.1921 befaßte sich mit dem Turnhallenbauprojekt.
Der Umbau der Fürstl. Fuggerschen Sommerhalle zur Turnhalle, bei dem sich die Aktiven durch freiwillige Mitarbeit hervorragend einsetzten, ergab eine brauchbare Übungsstätte. Dem Turnbetrieb wurde ein neuer Aufschwung gegeben, da Leichtathleten und Fußballspieler in der Halle ihr Wintertraining aufnehmen konnten. Das Übungsprogramm wurde neuzeitlich und vielseitiger gestaltet durch die Einführung von Hallenspielen mit dem Medizinball. Laufspiele, auch Handball und Fußball wurden in das Hallenübungsprogramm eingegliedert, womit das Interesse neuer Mitglieder geweckt wurde. Wichtig für die Erfassung der Jugend zur körperlichen Ertüchtigung war schließlich der vertraglcihe Zusammenschluß des Turnvereins mit der Spiel- und Sportvereinigung zum
Ortsverband für Leibungsübungen
Die gemeinsame Erfolge beider Vereine bewiesen in den folgenden Jahren, daß mit dieser Verbindung der richtige Weg gegangen wurde.
1930 hat auch das Frauenturnen im Verein Eingang gefunden, das vielerorts bis dahin vernachlässigt und verpönt war. Die rege Beteiligung (die Abteilung hatte bereits 1931 24 Mitglieder) und der Eifer der jungen Turnerinnen bewies, daß mit dieser Abteilung wieder ein bedeutsamer Schritt vorwärts gemacht wurde.
Die weitere Entwicklung brachte es mit sich, daß in den Jahren 1930-1940 die
Leichtathletik
zum Mittelpunkt eines erfolgreiches Übungs- und Wettkampfbetriebes wurde. In diesem Zeitraum bestand die Kernmanschaft aus den Leichtathleten M. Sauter, L. Zedelmaier, G. Winter, K. Hoermann, F. Gropper, A. Schaffstall, E. Wagner, K. Beyerle, H. Heim, Fr. Stalinger, M. Ludwig, K. Baur, A. Graf, H. Rauschmayr, E. Hoermann; letztere bildeten die jahrenlang erfolgreiche 4 x 100-m-Staffel. Ergänzt wurde die Mannschaft bei den jeweiligen Veranstaltungen, Turnfesten und Vereinswettkämpfen durch die Mitglieder der Handballmanschaft und der Spiel- und Sportvereinigung. Die Manschaft zeichnete sich durch einen bemerkenswerten Zusammenhalt und hervorragende Kameradschaft aus, was sich in den Wettkampferfolgen widerspiegelte.
Um die Leistungsfähigkeit und Wettkampferfahrung zu stärken, wurden alljährlich Vereinswettkämpfe mit den Vereinen TV Vöhringen, TV Krumbach, TV Illertiessen, TV Mindelheim, TV Memmingen und Ulmer Fußballverein 1894 abgeschlossen. Selbstverständlich wurden die obligaten Kreismeisterschaften, Kreis- und Gauturnfeste zahlreich besucht. Die schönen Erfolge auf den bayerischen Turnfesten in Regensburg, Nürnberg und Schweinfurt waren Ansporn zu weiterer Zusammenarbeit und Übungsfleiß. 1933 und 1938 konnten erstmals in der Geschichte des Turn-Vereins die Mitglieder Oberturnwart H. Rauschmayr, Turnwart H. Ammann und Turnwart E. Hoermann, auf den deutschen Turnfesten in Stuttgart und Breslau einen Siegeskranz erringen.
Das Generalversammmlungsprotokoll von 1935 berichtet von den Jugendgruppen: 3 Jugendgruppen mit insgesamt 61 Buben, betreut von den Turnwarten H. Ammann, L. Zedelmaier, E. Hoermann.
In den Mädchengruppen standen unter Cläre Baur 31, Anni Mayer 18, Anni Weidmann 29 Mädchen, womit die Nachwuchsfrage keine Sorge bereitete. 2. Vorstand, Landwirtschaftrat H. Lochbrunner in der Erkenntnis, daß Turnen und Sport auch für den Bauernsohn von Nutzen sind, setzte sich dafür ein, daß auch die Kursteilnehmer der Landw. Schule vom Turnverein betreut wurden. Er gewann H. Rauschmayr als Sportlehrer für seine Schüler, die sich sehr aufgeschlossen, kameradschaftlich und diszipliniert zeigten und mit großem Eifer bei der Sache waren.
Als 1. Vorstand des Schützenvereins veranlaßte Hermann Lochbrunner ebenfalls, daß die Jugendgruppe der Kleinkaliberschützen als geschlossene Abteilung in den TV eintraten. Von dieser Abteilung ging die Initiative aus, eine
Handballmannschaft
zu gründen, wofür sich besonders Anselm Schlegel einsetzte. Der starke kameradschaftliche Zusammenhalt dieser Gruppe setzte sich gegen viele Schwierigkeiten durch und der TV hatte eine Handballmannschaft, die in den Verbandsrunden und Privatspielen bis 1940 zu schönen Erfolgen kam. Den Kern der Handballelf bildeten die Spieler A. Schlegel, H. Rauschmayr, Fr. Weidinger, K. Baur, Schweighart, G. Weinhart, G. Winter, J. Stecher I, J. Stecher II, F. Reisch, K. Beyerle, E. Hoermann, K. Hoermann, F. Gropper, L. Zedelmaier, K. Seitz, H. Schäfer, G. Lochbrunner. Die Erkenntnis, daß Handball der beste Ausgleichssport für Leichtathleten und Fußballspieler ist, setzte sich damals klar durch. Im Jahre 1934 erreng die Handballmannschaft die Meisterschaft der Kreisklasse. Die Mannschaftsführer der Handballmannschaft waren Anselm Schlegel und Heinrich Rauchmayr.
Faustball
Das Faustballspiel, das sich seine Beliebtheit beim Verein bis heute bewahrt hat, wurde auch damals stets gepflegt und in die jeweiligen Veranstaltungen mit eingebaut. An dieser Stelle soll zugleich über die Entwicklung des Faustballspiels innerhalb des TV berichtet werden. Im Jahre 1905 war es Karl Geisel und Franz Feiner, welche das Spiel im Verein propagierten. Es fand schnell Anhänger und wurde auch in das Wettkampfprogramm mit anderen Vereinen eingebaut. Bereits 1911 hatte es einen festen Platz bei den jeweiligen Veranstaltungen. Besonders enge freundschaftliche Verbindung vor 1914 bestand mit der Faustballriege des TV Memmingen, wobei meistens der TV Babenhausen als Sieger den Platz verließ. Spielwarte waren in dieser Abteilung Karl Geisel und Hans Wachter.
Als Vorläufer des heutigen Basketballsports wurde 1934 von der deutschen Turnerschaft
Korbball
als Turnspiel propagiert und auch von den Turnerinnen des TV Babenhausen mit Begeisterung aufgenommen. Als Hallen- und Feldspiel gleicherweise geeignet, wurde es auch wettkampfmäßig betrieben. In der Mannschaft des TV standen:
Mar. Ammann, Anni Weidmann, Hanni Reitmaier, Cläre Baur, Luise Baur, Kathi Gah.
Wintersport-Abteilung
Im Jahre 1931 wurde im Verein eine Wintersportabteilung gegründet, zu der sich 35 aktive Mitglieder meldeten. Die Leitung übernahm Rud. König. 1934 übernahm Franz Stallinger die Abteilung und verstand es sehr gut, dieselbe weiter auszubauen. Bei einigermaßen brauchbaren Schneeverhältnissen holten die Skifahrer ihre Bretter hervor, um am Klosterbeuerer Hang zu üben oder Sonntagstouren nach Oberschönegg oder Reichau zu machen, fröhliche Einkehr natürlich inbegriffen.
Im Rahmen des Skilanglaufs "Rund ums Günztal" wurde der Skisport auch als Wettkampf betrieben. Selbstverständlich war das Allgäuer Wintersportgebiet, insbesondere Stuiben und Hörner, das Ziel zahlreicher Ausflüge. Die Fahrt mit dem Omnibus nach Oberstdorf und anschließend zu Fuß oder per Bergbahn aufs Nebelhorn, wurde jeweils am Josefstag zu Tradition.
Der Turn-Verein, der bisher schon im freiwilligen Dienst für die Volksgesundheit Jahrzehnte wirkte, konnte besonders in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg durch seine Abteilungen in der Vielzahl des Gebotenen seine weitere günstige Aufwärtsentwicklung festigen, einen Übungsbetrieb unterhalten und eine Breitenarbeit leisten, wie sie bis dahin nicht aufzuweisen war.
Der Beginn des zweiten Weltkrieges machte auch dieser Entwicklung ein Ende. Turnwarte und Turner mußten den Soldatenrock anziehen und wie nicht anders zu erwarten war, brachten die Kriegsjahre einen lückenhaften Übungsbetrieb, der sich in der Jugendarbeit erschöpfte.

Größere Veranstaltungen und Feiern
Das ertse öffentliche Auftreten war wohl der durch alle Zeiten so beliebte Turnerauszug. Zum ertsen Male traten die Turner in diesem Rahmen am 2. Mai 1869 vor die Öffentlichkeit. Diese schöne Sitte, für den Verein auch ein bedeutsames Werbemittel, war bis 1940 im Veranstaltungsprogramm alljährlich enthalten. Den ertsen Anlaß zu einer größeren lokalen Feier bildete das 25-jährige Bestehen des Vereins am 30. Mai 1887. Allgemein befriedigte seine Durchführung, doch schlechtes Wetter beeinträchtigte die turnerischen Vorführungen.
1910 war zum ersten Male das Gauturnfest in Babenhausens Mauern. An Pfingsten 1912 wurde das zweite Jubiläum des Vereins, die 50-jährigen Gründung festlich begangen.
Am 20. August 1922 wurden bei selbstverständlicher Teilnahme der aktiven Turner, die Jugendwettkämpfe des Iller-Donau-Turngaues durchgeführt, an denen 24 auswärtige Vereine mit 650 Turnern teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit wurde die renovierte Fahne, wie schon erwähnt, eine Stiftung der Turnerfrauen Betty Tanner und Anna Mayer, durch Hochwürden Herrn Dekan Zott geweiht. Der "Ortsverband für Leibesübungen", der sich die Aufgabe gestellt hatte, Turner und Sportler zu vereinigen, um in kameradschaftlicher Zusammenarbeit das gemeinsame Ziel zu verfolgen, trat am 8. September 1930 mit dem "Werbe-Turn- und Sporttag" vor die Öffentlichkeit. Unter Leitung des Vorsitzenden des Ortsverbandes Josef Hudler, wurde das groß angelegte und sehr gut organisierte Fest ein voller Erfolg. Der unbestrittene Höhepunkt aller 22 Turnfeste in der Geshcichte des TV war die 70-jährige Gründungsfeier, verbunden mit dem Gau-Turn- und Sporttag am 25. und 26. Juni 1932. Wochenlange intensive Vorbereitungen sicherten dem Fest einen glänzenden Verlauf. Einmalig zeigte damals die Babenhauser Einwohnerschaft ihre Verbundenheit mit der Tradition ihres Turn-Vereins. Der Organisationsausschuß mit
J. Hudler, H. Lochbrunner, Leopold Diepolder, Ans. Mayer, Aug. Deutschenbauer und den Turnwarten, fand überall großzügiges Entgegenkommen und Unterstützung für die Vorarbeiten. Beispielweise konnten für 800 auswärtige Turner Quartiere ohne Schwierigkeit bereitgestellt werden. Für den Festabend hatte Rudolf Kreutzer ein Festspiel mit dem Titel: "Deutsche Turner, Deutsche Treue" verfaßt, das auf die Tradition des TV und den Sinn der 70-Jahrfeier sehr gut abgestimmt war. Unter der Regie von Alois Beyrer standen 120 Mitwirkende des Festspieles auf der Bühne. Die musikalische Umrahmung bot Obermusikmeister von Nessen mit der Kapelle des Ulmer Musikvereins.
Der Festabend fand seine Abschluß mit einem Fackelzug vom Festzelt durch die festlich illuminierten Straßen um den Marktplatz, wo eine Gedenkfeier vor der großartigen Kulisse des erstmalig beleuchteten Fuggerschlosses den Festabend abschloß. Die letzte größere Veranstaltung vor dem zweiten Weltkrieg war die Sportplatzeröffnung am 29. August 1937.
Im Frühjahr 1937 war der Ausbau des Sportplatzes, wie schon erwähnt, ein Werk der Gemeinde Babenhausen und des freiwilligen Arbeitsdienstes, beendet und die Anlage präsentierte sich in der heutigen Form. Zu der Eröffnung war als Gast der Ulmer Fußballverein 1894 geladen, der in seinen Mannschaften die Ulmer Spitzenklasse in Leichtathletik und Fußball vereinte. Die Ulmer traten mit 18 Leichtathleten, ihrer 1. Handballmannschaft, der 1. Jugendfußballmannschaft und der Faustballmannschaft an und machten ihrem guten Ruf alle Ehre.
Ein Beispiel für die Anspruchslosigkeit und den Sportgeist, der damals unter der Jugend herrschte, soll hier erwähnt werden. Die Ulmer Gäste, mit Begleitung 64 Personen, trafen an dem Tage alle um 12.30 Uhr mit dem Fahrrade ein und traten nach den Spielen und Wettkämpfen um 19.00 Uhr wieder unbeschwert den Heimweg an. Die freundschaftliche Bande, die den TV mit dem UFV 1894 verbanden, fanden Ausdruck in einem nochmaligen Besuch der Ulmer am 25. August 1939.
Wenige Tage später schloß die Mobilmachung auch dieses Kapitel in der Geschichte des TV 1862 ab.
Das gesellschaftliche Leben
Dasselbe war bis zum Jahre 1914 traditionell festgelegt und wurde sorgsam gepflegt. Wöchentliche oder monatliche Kneipen, Festkneipen aus Anlaß von kirchlichen Festen, von Namenstagen und Hochzeiten im Vereinslokal "Pflug" waren die Regel. Das Gedankengut Fr.L. Jahns, welches die Entwicklung der deutschen Turnerschaft als starker Impuls begleitete, fand bei diesen Gelegenheit stets ein mutiges Bekenntnis.
Über die Festrede zum Gauturnfest 1912 stand als Leitwort: "Dem Vaterlande gilts, wenn wir zu spielen scheinen". Die Weihnachtsfeier und der alljährliche Turnerball existieren schon seit den ersten Gründerjahren. Gerade beim Vereinsball sah man sehr auf Ordnung, Anstand und äußere Erscheinung. So wurde bereits im Jahre 1868 für die Teilnahme am Turnerball vorgeschrieben: "Schwarze Beinkleider, Turnerjacke, in Ermangelung der letzteren im schwarzen Rock, jedoch nicht, wie schon vorgekommen, in der Juppe". Aus einschlägigen Berichten geht hervor, daß bei diesen Veranstaltungen viel Humor und
oft "Lange Fröhlichkeit" herrschte. Der Schriftführer kritisierte im Jahre 1882 einen Turnerball, der schon um 5.00 Uhr früh sein Ende fand, mit dem Schlußwort: "Die stehen ja nichts mehr aus".
In diesem Kapitel sei noch erinnert an die Variete- und Bunten Abende, welche in der Zeit von 1920-1940 großen Anklang fanden, ein starkes Werbemittel waren und nicht zuletzt zur Stärkung der Vereinskasse dienten.
Das Verhältnis zum Fürstlich Fuggerschen Hause und zur Gemeindebehörde
Wie die Geschichte Babenhausens mit dem Hause Fugger untrennbar verbunden ist, so auch die unseres Turnvereins.
Wiederholte finanzielle Zuwendungen, Schenkungen von Ehrenpreisen, Unterstützung bei der Organistion und Übernahme des Protektorates der Turnfeste sind Beweise genug von dem Gönnertum des Fürstenhauses. In diesem Rahmen sollen besonders erwähnt werden: Eleonore Fürstin Fugger-Babenhausen, Maria Theresia Schaumburg (Fürstin Hanau), Georg Fürst Fugger-Babenhausen, Friedrich Carl Fürst Fugger-Babenhausen und Leopold Graf Fugger-Babenhausen.
Das Gesamtbild über den Turnverein Babenhausen wäre nicht vollständig, würde man nicht das Verhältnis der jeweiligen Gemeindebehörde zum TV berühren. Und hierüber kann nur das allergünstigste bis zum heutigen Tage gesagt werden. Alle seit 1862 amtierenden Bürgermeister waren Mitglieder und teils auch Turnwarte und aktive Turner.
In der Regel hatten sie auch wichtige Stellen im Turnrat inne. Die Herren Bürgermeister: Winter, Schaumann, Reinisch, Lang, Ranz, Rauschmayr und Hudler haben alle mitgeholfen beim Ausbau des Turnvereins. Sie erschienen in ihrer Amtseigenschaft regelmäßig zu den Generalversammlungen und haben wiederholt mit dem Gewicht ihrer Persönlichkeit und dem Ansehen als Gemeindeoberhaupt sowie durch ihre allgemeine Hochschätzung in das Leben unseres Turnvereins eingegriffen.
Die Fußballabteilung
Als nach dem ertsen Weltkrieg der Fußballsport seinen Siegeszug auch in Deutschland antrat und seinen Ruf als Volkssport begründete, fand er auch seine Anhänger in Babenhausen, wo seine Entwicklung aufs engste mit dem Turnverein 1862 verbunden ist. Seine Tradition soll darum in dieser Chronik entsprechend gewürdigt werden.
Am 30. Oktober 1919 stellte Hans Treuleben auf der Monatsversammlung des TV den Antrag, eine Fußballabteilung im Verein aufzunehmen. Dem Wunsche wurde entsprochen und Hans Treuleben die Leitung der Abteilung übertragen. Neben Hans Treuleben, der nicht nur eine hervorragende Spielpersönlichkeit, sondern auch ein guter Organisator und Trainer war, gelten als Gründungsmitglieder Amtsgerichtsekretär Hermann Walde, der auch eine zeitlang Abteilungsleiter war und Assessor Fred Knauer. Trainiert wurde anfangs von einer kleinen Zahl Mitglieder auf einer Wiese oberhalb der Klosterbeurer Halde, dann auf einer Wiese am Hofbrühl; vom Frühjahr 1920 ab in der gemeindlichen Kiesgrube, womit der Anfang zur Entstehung der heutigen Sportplatzanlage gemacht war. Das Spielfeld war damals wohl das Dürftigste, was man sich von einem Fußballplatz vorstellen kann. Steinhart, ohne jede Grasnarbe, wurde es seiner Bezeichnung Kiesgrube in jeder Hinsicht gerecht, allerdings ohen der Begeisterung, mit der die junge Fußballmannschaft ihren Sport betrieb, Abbruch zu tun.
Im Winter 1920-21 ging Hans Treuleben mit seinen Spielern daran, das Gelände zu planieren und auszubauen.
In freiwilliger Gemeinschaftsarbeit und mit hervorragender Unterstützung der Leitugn des Turnvereins und seinen Aktiven gelang das Werk. Die neue Platzanlage gab dem Spielbetrieb neuen Aufschwung und im Sommer 1921 hatte die Abteilung bereits zwei Mannschften aktive Spieler und eine Jugendmannschaft. Die Verbandsrunde "Illertal" wurde erstmals 1920 mit gutem Erfolg bestritten. Gegner waren die Vereine Weißenhorn, Vöhringen, Bellenberg, Illertissen, Altenstadt und Kellmünz.

In der Babenhausener Elf standen damals: Hans Ziegler, Josef Raiber, Heinrich Rauschmayr, Ferd. Miller, Georg Zollner, Adalbert Marktsteiner, Viktor Wiedemann, Math. Sauter, Joh. Schorer, Hans Treuleben, Franz Beyrer, M. Villy.
Um Technik, Kondition und Taktik der Mannschaften zu stärken, wurde neben der Verbandsrunde in Privatspielen Verbindung mit größeren Vereinen aufgenommen. Besonders freundschaftliche Beziehungen bestanden zum FC Memmingen und zum FC "Wacker" Ulm. Für die Spielstärke der damaligen Babenhausener 1. Mannschaft spricht die Tatsache, daß sie mehrmals zu Trainingsspielen gegn die 1. Elf des FC Memmingen berufen wurde, welche seinerzeit in der Oberliga spielte.
Im Jahre 1923 wurde das bisher gute Verhältnis zwischen Turnen und Sport im ganzen Lande durch eine selten ungeschikte Maßnahme der obersten Verbandsbehörden erschüttert. Mit dem Losungswort, das bald zur Kampfrolewurde: "Trennung von Turnen und Sport" riß man eine Kluft zwischen Turnen und Fußballspielern auf, die sich besonders nachteilig bei den Landvereinen auswirkte. Die Jugend, die bisher ein gemeinsames Ziel in kameradschaftlicher Zusammenarbeit verfolgte, sah sich in zwei Lager gespalten. In Babenhausen äußerte sich die von oben gelenkte Spaltung in der Gründung der Spiel- und Sportvereinigung.
Spiel- und Sportvereinigung
Zwei aktive Mannschaften, eine Jugendmannschaft und einige passive Anhänger des Fußballsports waren am 31. März 1924
vesammelt, um den neuen
Turn- und Sportverein von 1862
Unter dieser Bezeichnung vereinigten sich Turner und Sportler endgültig. Neue Fassung der Statuten und deren Änderung und Anpassung an die neuen Verhältnisse wurden beschlossen. Gemeinsamer Weg zu gemeinsamen Zielen war der Grundgedanke des Zusammenschlusses. Unter einheitlicher Führung betreute nun der Verein eine Abteilung Turnen und eine Abteilung Fußball. Die technische Führung der Abteilungen hatten die Abteilungsleiter und ihre Helfer inne. Die Generalversammlung 1947 war bereits wieder von 111 Mitglieder besucht, was für die günstige Entwicklung des Vereins sprach. Im Jahre 1955 wurde dem Verein eine Tennis-Abteilung angeschlossen, die immer zahlreicher werdenden Anhänger des Wintersportes regten 1976 die Gründung der Skiabteilung an.
Mit der Neugründung des TSV tauchte aus dem Exil die Vereinsfahne wieder auf , die unseren Turnern in guten und schlechten Zeiten als Symbol gedient, die sie begleitet hatte auf ihren Turnfahrten und Wettkampfsiegen und die sich auch über ihr Grab gesenkt hatte. Wie mancher bundesdeutsche Normalverbraucher jener Zeit war sie mager geworden. Sämtliche Fahnenbänder, die Erinnerung an viele schöne Turnfeste, gingen als Kriegsbeute über den großen Teich.
Mit der Neugründung des Vereins und der Verschmelzung des Turnvereins mit der Spiel- und Sportvereinigung, der Betreuung der Abteilung und ihrer Sparten, stand die Vereinsleitung in den nachfolgenden Jahren vor Aufgaben, die sehr viel Arbeit mit sich brachten. Aus den umfassenden Berichten über Generalversammlungen, Ausschusssitzungen und Mannschaftsbesprechungen, die sich mit der Gesamtorganisation des Wettkampf- und Übungsbetriebes, dem Finanzhaushalt, Turnhallen- und Tribünenneubau befassten, kann man sich ein Bild machen, welche Ansprüche an den Idealismus und die Geduld der Vereinsführung gestellt wurden. Darum soll auch jener Personenkreis, der sich in uneigennütziger Weise um die Förderung von Turnen und Sport bemühte, in diesem Rahmen genannt werden.
Die Vereinsleitung
Die Leitung des TSV 1862 hatten folgende Persönlichkeiten inne:
Hauptvorstand:
1. Vorsitzender:
Hans Adler, September 1945 – März 1947
Herm. Ammann, März 1947 – Aug. 1947
Hans Stanglmair, Aug. 1947 – Sept. 1948
Franz Hoyer, Mai 1949 – 1952
Franz Beyrer, 1952 – 1956
Oswald Maschke, 1956 – 1959
Alfred Schmidt, 1959 – 1967
Heimrich Rauschmayr, 1967 – 1970
Richard Rank, 1970 – 1980
Martin Gleich, ab 1980
2. Vorsitzender:
Hermann Ammann, 1945 – 1947
Franz Beyrer, 1947 – 1950
Leonhard Stiegeler, 1950 – 1952
Erwin Pletzer, 1952 – 1953
Theodor Waltenberger, 1953 – 1954
Leonhard Stiegeler, 1954 – 1961
Kurt Zacharias, 1961 – 1965
Heinrich Rauschmayr, 1965 – 1967
Erwin Wagner, 1967 – 1975
Martin Gleich, 1975 – 1980
Helga Held, 1982 - 2003
Christian Ehrmann, ab 2003
Hauptschriftführer:
H. Weinhart, 1945 – 1947
K. Alpert, 1947 – 1950
S. Miller, 1950 –1952
R. von Seckendorff, 1952 – 1953
Franz Wagner, 1953 – 1961
Ludwig Wiedermann, 1961 –1967
Rudolf Krammetbauer, 1967 – 1969
Hans Gerneth, ab 1969
Hauptkassierer:
Eugen Vogt, 1945 – 1965
Anton Götzfried, 1965 – 1967
Alois Haugg, ab 1967
Abteilungsleiter:
Turnen und Turnspiele:
Erwin Wagner, 1945 – 1950
Hermann Ammann, 1945 – 1965
Karl Mayer, 1965 – 1971
Werner Endras, 1971 – 1975
Heinz Bieneck, 1975 – 1984
Turnen:
Rosemarie Gleich und
Irmgard Gerneth, ab 1984
Spiele:
Roman Lypovsky und
Josef Frauendorfer, ab 1984
Fußball:
F.J.Jehle, 1945 – 1951
Erwin Wagner, 1951 – 1952
Hans Adler, 1952 – 1953
Erwin Pletzer, 1953 – 1954
Hans Escher, 1954 – 1960
Anton Endras, 1960 – 1961
Hans Escher, 1961 – 1969
Alfred Schmidt, 1969 – 1970
F.J.Jehle, 1970 – 1973
Uwe Dahnken, 1973 – 1976
Martin Gleich, 1976 – 1986
Georg Jehle, ab 1986
Tennis:
Heinrich Rauschmayr, 1955 – 1973
Erwin Wagner, 1973 – 1975
Richard Rank, 1975 – 1979
Helmut Ammann, ab 1979
Ski:
Willy Musch, 1976 – 1982
Hans Gerneth, 1982 – 1984
Walter Jordan, 1984 – 1986
Richard Brauchle, ab 1986
Die Vereinsarbeit:
Die Frage, die man sich nach Kriegsende stellen musste: werden Verbitterung über das Erlebte und Misstrauen in das was noch kommen sollte, jemals wieder einen geordneten Vereinsbetrieb möglich machen, erledigte sich von selbst. Es erwies sich , dass der ehrliche Sportler Idealist war und bleibt. Er schafft selbst aus dem Nichts und findet immer wieder Mittel und Wege um seinen geliebten Sport durchzuführen. Die anfangs kleine Zahl der ehemaligen Aktiven und begeisterten Jugend, die im Sommer 1945 einen einigermaßen planmäßigen Übungsbetrieb organisierten, begannen ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den guten Wünschen eines großen Teiles der Bevölkerung und mit einem Kapital besonderer Art, nämlich brauchbarer und erfahrener Übungsleiter, die ihr Können geschickt weitervermittelten und die auch in ihrem Auftreten Vorbild waren. Jeder Aktive, Anfänger und Jugendliche fand, nach Veranlagung und Begabung, in den einzelnen Abteilungen mit ihren Sparten Möglichkeiten und Anregungen sich seiner gewählten Sportart zu widmen. Im folgenden soll hier die Vereinsarbeit innerhalb der Abteilung kurz umrissen werden.
Abteilung Turnen und Turnspiele
Bis Oberturnwart H. Ammann wieder einen kleinen Stamm Geräteturner erzogen hatte, vergingen einige Jahre, denn das Geräteturnen erfordert bekanntlich sehr viel Zeit, Hingabe, Geduld und Fleiß, bis der Turner mit einer brauchbaren Leistung antreten kann. So stand die Leichtathletik in den ersten Jahren im Vordergrund des Übungsbetriebes und erlebte in den ersten Jahren gleich eine zahlen- und leistungsmäßig sehr günstige Entwicklung. Der Frühjahrswaldlauf am 19.4.1946 sah bereits 31 Aktive und Jugendliche am Start. Die Vereinsmannschaften am 31. August 1947 weisen eine Beteiligung von 23 Aktiven, 16 Jugendlichen männlich und 9 Aktiven und 12 Jugendlichen weiblich auf. Unter dem bewährten Leiter der Abteilung Leichtathletik, Erwin Wagner, der zugleich auch Trainer war, wurden Leistungen erzielt, die schon teilweise an die der Vorkriegsjahre herankamen. Den Kern der Mannschaft bildeten damals: E. Wagner, R. Maier, Fr. Wagner, B. Friese, Fr. Gropper, J. Lutz, L. Zedelmaier, W. König, J. Petrul, G. Winter, P. Ried, H. Leonhard, Fr. Niedermaier, H. Josef, H. Tanner und die Senioren H. Ammann, A. Graf, A. Schaffstall, H. Rauschmayr. Die nächsten Jahre zeigten bereits die Früchte der weiteren Breitenarbeit auf diesem Gebiet in Form von ausgezeichneten Wettkampferfolgen bei Turnfesten, Bezirks- und Kreismeisterschaften und Vereinskämpfen. H. Ammann, der seine Jugendmannschaft im Geräteturnen noch auf dem Espachplatz schulte, sah bereits 1949 seine Arbeit belohnt und konnte beim Geräteturnwettkampf in Kettershausen mit 39 Teilnehmern antreten. Damit war auch das Geräteturnen wieder zu seinem Recht gekommen. Das Interesse der Jugend daran war geweckt und man konnte die Begabung des einzelnen fördern. In den ersten Nachkriegsjahren wurden auch wieder die Turnspiele in den Übungsplan eingebaut. Eine Handballmannschaft der Männer in der Aufstellung: Mai, G. Winter, Fr. Gropper, L. Wiedermann, E. Wagner, G. Berenth, R. Maier, H. Joser, K. Jehle, H. Leonhard, L. Zedelmaier, K. Pletzer, füllten die Spielpausen im Fußball mit ihren Wettspielen aus. Ergänzt durch die Handballmannschaft Frauen mit den Turnerinnen: Traudl Huber, Erika Huber, Lotte Ammann, Gerda Lulay, Mina Dreier, Brunhilde Rugel, Pepi Wiedemann, Rosemarie Fugger, Sylvia Fugger, Irene Reindl, Wally Winter und Centa Diepolder. Das Handballspiel, der hervorragende Ausgleichssport für Leichtathletik und Fußball, hielt sich leider nur bis 1952.
Auch der Breitenarbeit innerhalb des Vereins, die sich seit 1945 auf die Heranbildung des Nachwuchses konzentrierte, blieb der Erfolg nicht versagt. Schon das erste bayer. Turnfest nach dem Kriege im Jahre 1952 in Augsburg zeigte klar, dass im TSV Babenhausen der richtige Weg gegangen wurde. 31 Teilnehmer, die sich alle den Siegerkranz erwarben, wurden nach ihrer Rückkehr aus Augsburg auf dem Markplatz begeistert empfangen. Bereits das Jahr 1953 brachte den nächsten Beweis für das Leistungsniveau des Vereins. Zum Deutschen Turnfest nach Hamburg fuhren 14 Wettkampfteilnehmer, von denen als Sieger heimkehrten: Elli Seidler, Luise Adler, Ida Deubler, Paula Bammert, Hermann Ammann, Sebastian Diepolder, Franz Niedermaier, Hans Höbel, Anton Deubler, Andreas Graf, Ernst Sailer, Albert Schaffstall. Neben den obligaten Gau- und Kreisturnfesten besuchten die Mitglieder ebenfalls mit anerkennenswerten Leistungen das Bayer. Turnfest in Bamberg und das Deutsche Turnfest in München 1958, bei dem die Vereinsriege, 8 Turnerinnen und Turner, die seltene Note „hervorragend“ erreichten und folgende Wettkampfteilnehmer zu Siegerehren kamen: Ida Deubler, Ernst Sailer, Fritz Schlichting, Georg Vogel, Hans Moosmann, Franz Niedermaier, Herrmann Ammann, Albert Schaffstall.
Aber auch bei Gaukinderturnfesten der Jahre 1957 bis 1960 waren die Erfolge des Nachwuchses wie Roswitha Wick, Edeltraud Thoma, Karl-Heinz Haid, Willi Geiger und viele mehr, nennenswert.
Die Altersturner Hermann Ammann, Albert Schaffstall, Andreas Graf, Sebastian Diepolder versäumten in diesen Jahren kein Bundesalterstreffen und kamen immer mit guten Ergebnissen nach Hause. Obwohl die Ergebnisse 1961 beim Bayerischen Landessportfest in Schweinfurt noch gut waren, spürte man schon einen Mangel an aktiven Sportlern. Insgesamt 174 errungene Preise konnte Hermann Ammann 1964 registrieren, bevor er sein Amt als Oberturnwart aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste. Er war seit 1929 Mitglied des TSV, seit 1945 Oberturnwart. Seine Verdienste um diese Abteilung kann man nicht genug hervorheben. Seinem Nachfolger Karl Mayer stand er noch als Turnwart für Mädchen bis 1969 zur Verfügung.
Beim Deutschen Turnfest 1968 in Berlin stellte der TSV noch 3 Teilnehmer mit Hans-Jörg Demmeler, Christa Müller und Christa Winkler. Trotz aller Anstrengungen war es Karl Mayer nicht gelungen, den Niedergang der Turnabteilung gegen den Zeitgeist aufzuhalten. Werner Endras übernahm 1971 das schwere Amt des Leiters der Turn-Spiel-Abteilung. Notgedrungen musste man den Schwerpunkt auf den Breitensport legen. Sportliche Erfolge wurden selten. Erschwert wurde seine Arbeit durch das Fehlen geeigneter Übungsstätten. Die beantragte Leichtathletikanlage war noch in weiter Ferne, die Turnhalle hoffnungslos überbelegt. Die mit viel Eigenleistung erstellte 100-m-Bahn stand 1973 aufgrund einer neuen Planung schon wieder zur Diskussion. Werner Endras legte sein Amt 1974 nieder und fand seinen Nachfolger in Heinz Bieneck. Ab 1969 übernahmen Rosemarie Miller und Christa Wiedemann das Schülerinnen- und Jugendturnen. Irmgard Gerneth leitete das Frauenturnen, Ernst Sailer war bestimmt für die Leichathletik.
1977 wurden die Schülerbestenkämpfe des Untergaues 2, Allgäu, in Babenhausen durchgeführt. Dies war nur möglich, da Ende 1976 endlich die neue Dreifachturnhalle stand. Bereits beim 22. Jugendturnfest in Legau konnte der TSV mit Barbara Kaifler und Peter Müller zwei Klassensieger stellen.
Das 23. Jugendturnfest mit 650 Teilnehmern richtete der TSV 1978 in Babenhausen aus, 1979 die Schülerbestenkämpfe des Turngaues Allgäu. Die Leichtathleten Armin Gerneth – Allgäer Meister 1980 im 100-m-Lauf, Jugend B – sowie Lothar Ehrentreich – Allgäuer Vizemeister 1980 im 100-m-Lauf, Jugend A – berechtigten zu Hoffnungen. Trotz ausgezeichneter Plazierungen, auch mit ihren Staffelkameraden Manfred Vogt und Walter Lepschy, war es nicht möglich, auf Grund fehlender weiterer Interessenten, eine starke Leichtathletik-Mannschaft aufzubauen. Dr. Hans Scheiner hatte sich 1978 als Übungsleiter Turnen für Schüler und männliche Jugend zur Verfügung gestellt und versuchte, wieder eine starke Riege aufzubauen.
Mit Rosemarie Gleich, Irmgard Gerneth und Christine Singer standen Heinz Bieneck drei Spartenleiter zur Verfügung, die heute noch aktiv sind. Diese zogen sich im Laufe der Jahre Übungsleiterinnen heran, die aus dem erfolgreichen Turnerinnennachwuchs stammten. 1980 kam Gabi Frauendorfer als Übungsleiterin hinzu und übernahm die Mädchen über 10 Jahre. Durch den regen Übungsbetrieb konnten bei den drei besuchten Turnfesten 1984 wieder gute Plazierungen erreicht werden.
1986 hatte die Turnabteilung ein abgerundetes Programm für Breitensport anzubieten, ohne das Leistungsdenken ganz zu vergessen.
Nachstehend das heute gültige Übungsprogramm mit einigen Bemerkungen:
Mädchen 6 – 10 Jahre
Leitung: Uschi Bertele, Margot Probst,
Anja und Jutta Schmidt.
25 – 30 Mädchen.
Schwerpunkt: Geräteturnen, Spiele,
Tänze.
Mädchen 10 – 14 Jahre
Leitung: Gabi Frauendorfer, Hubi Wegele,
Manuela Morbitzer und Desirre Schaule.
25 – 30 Mädchen
Breitensport: Spiele, Gymnastik, Tänze,
Geräteturnen, im Sommer Leichtathletik,
Schwimmen, Gruppenveranstaltungen.
Weibliche Jugend ab 14 Jahre
Leitung: Christiana Kaifler.
10 Mädchen.
Breitensport: Geräteturnen, Gymnastik,
Tanz, Spiele, Leichtathletik.
Mädchen 7 – 12 Jahre – Leistungsgruppe
Leitung: Gabi Frauendorfer, Hubi Wegele,
Heike Winzer und Barbara Kaifler.
15 Mädchen.
Geräteturnen und spezielle Gymnastik
hierfür.
Buben 6 – 12 Jahre
Leitung: Anton Deubler, Anne Schmieder,
Traudl Lipovsky, Gerhard Staiger.
30 – 40 Buben.
Breitensport: Geräteturnen, Leichtathletik,
Spiele.
Buben 6 – 12 Jahre – Leistungsgruppe
Leitung: Anne Schmieder, Traudl Lipovsky,
Dietmar Rothdach, Michael Schuster.
10 – 15 Buben, Geräteturnen.
Frauengymnastik
Leitung: Irmgard Gerneth.
30 – 40 Frauen.
Breitensport: Gymnastik, Radfahren,
wandern, Schwimmen, Leichtathletik,
Sportabzeichnen.
Aerobic
Leitung: Hildegard Schmid und Marianne
Schön.
25 – 30 Frauen und Männer
Bewegung mit Musik.
Mutter-/Vater- und Kind-Turnen
Leitung: Gabi Frauendorfer, Uschi Müller
und Brigitte Überle.
20 – 30 Mütter/Väter mit Kind.
Bewegungsübungen, Spiele.
Vorschulkinderturnen
Leitung: Christine Singer, Ruth Nisseler
und Christiana Kaifler.
20 – 25 Kinder
Spielerische Hinführung zum Kennenlernen
der Geräte, Spiele, Lernen des Unterordnens
in der Gruppe.
Sparte Faustball
Im Rahmen des Wiederaufbaues des Vereins ab 1945 kam auch das Faustballspiel wieder zum Zuge. Es hatte an Beliebtheit nichts verloren und war stets im Übungs- und Wettkampfbetrieb des Vereins zu finden.
1946 berichtet Heinrich Rauschmayr bereits von erfolgreich durchgeführten Spielen gegen den TV Memmingen. Unter der Spartenleitung von Ludwig Zedelmaier hatte sich bis 1952 eine starke Mannschaft gebildet, die 1953 bereits im Aufstiegskampf erfolgreich war.
1957 übernahm Anton Deubler die Leitung der Sparte Turnspiele von Erich Augustin. Zu dieser Zeit beteiligte sich die Faustballabteilung mit 4 Mannschaften an den Rundenspielen. Der Mangel an aktiven Spielern zwang 1957 zur Auflösung der Jugendmannschaft. Im gleichen Jahr wurde die 1. Mannschaft ungeschlagen Erster der Verbandsspieler im Iller-Donau-Gau, schaffte jedoch nicht den Aufstieg.
Unter der Leitung von Franz Niedermaier bemühten sich die Faustballer ab 1958 um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Dieser gelang 1960. Im folgenden Jahr konnte unter der Leitung des früheren und neuen Abteilungsleiter Faustball, Anton Deubler, die Bezirksliga mit einem 5. Platz gehalten werden.
Der größte Erfolg 1961 war sicher der Turniersieg beim Faustball in Illertissen. Die Bezirksligadazugehörigkeit der Aktiven konnte bis 1967 verteidigt werden. Die Spieler in diesen Jahren: Franz Niedermaier, Anton Deubler, Ernst Sailer, Hans Dretscher, Fritz Schlichting, Hans Frühwirt, Fritz Eisenhut, Roman Lipovsky.
Im Jubiläumsjahr 1962 stellte die Faustballabteilung drei Mannschaften: Aktive, Männer I, Jugend.
Ab 1964 konnte wegen Spielermangels keine Jugendmannschaft gestellt werden. Auch die II. Mannschaft stand laut einem Bericht von Franz Niedermaier vor der Auflösung. Durch das Fehlen eines Trainingsgegners kam 1968 der bittere Abstieg der ersten Mannschaft in die Kreisklasse. Vorübergehend ruhte sogar der Spielbetrieb. In gleichem Maße wie Prellball die Erfolgsleiter erkletterte, kam der Fall der Faustballabteilung.
Ab 1969 wurde der Wiederbeginn versucht. Trotz guter Plazierung in den folgenden Jahren gelang vorläufig der Wiederaufstieg in die Bezirksliga nicht. Mit Ernst Sailer, der 1974 übernahm, setzte eine stetige Entwicklung ein, die bis zum heutigen Tag ihre Früchte trägt.
1976 zählt die Sparte Faustball wieder 3 Mannschaften: I. und II. Mannschaft mit Karl-Heinz Haid, Wolfgang Wegele, Gerhard Bertele, Ottmar Stölzle, Richard Plard, Erwin Bauernfeind, Anton Deubler, Eugen Höld, Fritz Reiber, Ernst Sailer, Roman Lipovsky, sowie eine Schülermannschaft. Die erste Mannschaft wurde Meister. 3 Turniere wurden besucht, eines ausgerichtet. Karl-Heinz Haid wurde 1977 nach erfolgreicher Prüfung Übungsleiter und ist bis zum heutigen Tag im Amt. 1978 hatte die erste Mannschaft erstmals in der Bezirksliga, Halle, ihr Können zu zeigen. 1979 fand in Babenhausen die Bayerische Hallenmeisterschaft statt, die der WSV Aschaffenburg gewinnen konnte.
Der Besuch der Faustballweltmeisterschaft in St. Gallen, Schweiz, zeigt die Begeisterung, die geweckt wurde. Bei soviel Euphorie war der Aufstieg im Feld nur logisch. Die 1981 durchgeführten Süddeutschen Meisterschaften der Schüler in der Halle zeigten erneut auch das gute Organisationstalent von Ernst Sailer und seinen Spielern. Jedoch nicht nur das: die Schüler Max Fischer, Olaf Stegmann, Nils Stegmann, Albrecht Sailer, Markus Dillinger, Jürgen Müller und Georg Eberle wurden Schwäbischer Vizemeister in der Halle, im Feld aber Schwäbischer Meister, Südbayerischer Vizemeister und 3. der Bayerischen Meisterschaften in Lichtenfels.
Für die Schüler- und Jugendmannschaft war die Hallensaison 84/85 mit der Schwäbischen Vizemeisterschaft besonders erfolgreich.
Die ein Jahr zuvor gegründete weibliche Jugend hatte in der Hallensaison 84/85 die ersten Erfolgserlebnisse und begann sich zu stabilisieren. Der 3. Platz der Schüler bei der Bayerischen Hallenfaustball-Meisterschaft in der Saison 85/86 zeigt erneut die erfolgreiche Nachwuchsarbeit.
Wenn die Sparte Faustball im Jubiläumsjahr 1987 auf die abgelaufene Saison zurückblickt, kann sie zu Recht stolz sein. Noch nie seit 1905 war sie qualitativ und quantitativ so stark. Unter der Gesamtleitung von Ernst Sailer zeigt sich der hart erarbeitete Erfolg. Unter Spieltrainer Wolfgang Wegele wurde die 1. Mannschaft in der Feldrunde Vizemeister der Bezirksklasse Schwaben, den Aufstieg in die Landesliga verpasste sie knapp. In der Hallenrunde 86/87 erreichte sie einen Spitzenplatz. Die Spieler: Max Fischer, Wolfgang Wegele, Thomas Wegele, Ottmar Stölzle und Albrecht Sailer. Die zweite und dritte Mannschaft wurde in der Feldrunde der Kreisliga 4. bzw. 6. In der Hallenrunde spielte die 2. Mannschaft in der Bezirksliga, die 3. Mannschaft in der Kreisliga.
Die Schüler wurden bei der Feldrunde 3. der Südbayerischen Meisterschaft. In der Hallenrunde mussten die Schüler bei der Schwäbischen Meisterschaft ungeschlagen wegen eines Formfehlers disqualifiziert werden. Die männliche Jugend erreichte im Feld den 6. Platz. Die weibliche Jugend holte im Feld Platz 6 und in der Halle Platz 4 bei der Schwäbischen Meisterschaft.
Neben dem sportlichen Tun kommen gesellschaftliche Veranstaltungen wie Grillfeste, Radtouren, Berghüttenabende, Weihnachtsfeiern, Schüler-Zeltlager usw. nicht zu kurz.
Mögen die Trainer, Betreuer und Helfer in dieser Abteilung ihren Idealismus bewahren und an die Schüler und Jugendlichen weitergeben.
Sparte Prellball
In den Jahren 1956 – 1958 entwickelte sich in der Turnriege des TSV Babenhausen als Trainingsabschluss der Turnstunden das Prellballspiel. Was anfangs nur Spielerei war, nahm allmählich konkrete Formen an. Doch bis 1967 nahmen die Aktiven weder an Turnieren noch an Meisterschaften teil.
Dies änderte sich, als 1968 eine Männermannschaft in Burghausen an den bayerischen Meisterschaften teilnahm. Schon 1970 konnte sie diesen Meistertitel erringen. Noch im gleichen Jahr begann Spartenleiter Heinz Bieneck eine männliche Jugendmannschaft aufzubauen, die er 1973 zur bayerischen und süddeutschen Vizemeisterschaft führte. 1974 gelang es den Männern und der männlichen Jugend den Titel eines bayerischen Meisters zu erlangen.
Im Jahr darauf begann Heinz Bieneck, gemeinsam mit Josef Frauendorfer, eine weibliche Jugendmannschaft für den Prellballsport aufzubauen, die dann 1977 zusammen mit der männlichen Jugend die süddeutschen Meisterschaften in Edingen bestritten. Hier belegte die weibliche Jugend Rang vier, die männliche Jugend wurde dritter.
Der bis dahin größte Erfolg gelang den Prellballern 1978. Die männliche Jugend qualifizierte sich, nachdem sie bayerischer Meister und süddeutscher Vizemeister geworden war, für die deutsche Meisterschaft in Essen und plazierte sich hier an neunter Stelle.
Ein Jahr später stieg dieselbe Mannschaft in die Regionalliga auf, während die Schülerinnen von der deutschen Meisterschaft in Schwebda mit Rang fünf und die weibliche Jugend mit dem neunten Platz heimkehrten. 1980 konnten die Prellballer unter der Leitung von Heinz Bieneck ihr erstes Turnier in Babenhausen ausrichten, an dem 40 Mannschaften aus der gesamten Bundesrepublik teilnahmen. Gleichzeitig erreichte die weibliche Jugend Rang vier bei den deutschen Meisterschaften in Herne, die Frauen qualifizierten sich zu den Aufstiegsspielen zur Bundesliga und die Männer rangierten nach Saisonende an dritte Stelle der Regionalligatabelle. Ebenso erfolgreich führte die Sparte das Jahr 1981 fort. Während die Frauen in die Bundesliga Süd, die höchste deutsche Spielklasse aufstiegen, kamen die Männer auf Platz eins der Regionalliga Süd und waren berechtigt, an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga teilzunehmen, die sie als dritte beendeten. Bei den süddeutschen Meisterschaften in Saarlouis belegten sie Rang sieben, die weibliche Jugend wurde zweiter.
Aus gesundheitlichen Gründen gab Heinz Bieneck 1982 sein Amt als Spartenleiter ab, das er mehr als ein Jahrzehnt mit großem Erfolg innehatte. Aus der notwendigen Neuwahl ging Horst Titz als Spartenleiter hervor. Josef Frauendorfer konnte sich als Stellvertreter weiterhin behaupten. Der Erfolgskurs der Prellballer verlief auch danach weiterhin aufwärts:
Die Frauen erkämpften sich den Schwabenpokal und gleichzeitig mit Rang acht den Bundesligaerhalt. Eine weitere Frauenmannschaft, sowie die Männer, wurden Vizemeister in der Regionalliga Süd.
Als wäre es schon fast selbstverständlich, fand die deutsche Meisterschaft wieder mit Babenhauser Beteiligung statt, nachdem die weibliche Jugend in Neu-Ulm süddeutscher Meister wurde. In Asslar erreichten die Schülerinnen und die weibliche Jugend Rang sechs bzw. sieben.
1983 konnten die Prellballer ein einmaliges Ereignis in der gesamten 125-jährigen Vereinsgeschichte des TSV Babenhausen feiern. Die weibliche Jugend mit Beate Winkler, Sabine Sauerwein, Karin Andor, Pauline und Hermine Fuchs wurden in Saarbrücken deutscher Meister. Doch auch die Frauen erreichten durch Platz fünf in der Bundesliga Süd die deutsche Meisterschaft, die sie als sechste abschlossen. Die zweite Frauenmannschaft und die Männermannschaft platzierten sich in den Regionalligen ebenfalls ganz vorn. Im Jahr darauf qualifizierten sich eine Schüler- und eine Schülerinnenmannschaft für die süddeutsche Meisterschaft. Während die Schüler sich mit Rang neun begnügen mussten, durften die Schülerinnen als süddeutscher Vizemeister zur deutschen Meisterschaft, die sie als fünfte beendeten.
Die Frauen erreichten auf der Deutschen Meisterschaft Rang 6, während die Männer erstmals in der Prellballgeschichte den Bayernteller mit nach Hause bringen konnten.
Auch 1985 nahmen wiederum zwei Mannschaften an den deutschen Prellballmeisterschaften teil. Die Schülerinnen wurden vierte und die Frauen neunte.
Die Männer konnten, nach dreimaligem vergeblichem Anlauf, den Aufstieg in die Bundesliga Süd feiern.
Diese Spielklasse konnte auch 1986 mit dem 7. Tabellenplatz gehalten werden. Für die Schülerinnen war dieses Jahr als viertplazierte bei der süddeutschen Meisterschaft in Zweibrücken Endstation. Die Frauen erkämpften nach einem vierten Platz in der Bundesliga, bei der „Deutschen“ in Hannover Rang sieben. In der laufenden Saison 1987 wurden folgende Plazierungen erreicht: Die beiden Frauenmannschaften wurden sowohl in der ersten, wie auch in der zweiten Bundesliga fünfter. Ebenfalls ein fünfter Platz gelang der 1. Frauenmannschaft bei der deutschen Meisterschaft in Meinerzhagen. Die Männer wurden Bundesligasechster, die Schüler- und Jugendmannschaften erreichten die Teilnahme an den bayerischen Meisterschaften in Selb. Den Höhepunkt dieser Saison bilden jedoch die süddeutschen Schüler- und Jugendmeisterschaften in Babenhausen, die den Prellballern, anlässlich der 125-Jahrfeier des TSV, zur Ausrichtung übertragen wurden.
Sparte Versehrtensport
Die Anfänge des Versehrtensports reichen zurück bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Damals mussten viele Beschädigte – nicht selten in neuen Berufen – ihren Leistungswillen und ihre Lebenstüchtigkeit beweisen. Aus der Not dieser Jahre und aus dem Bedürfnis, durch körperliche Ertüchtigung neue Kräfte und neuen Lebensmut zu gewinnen, entstanden bald die ersten Keimzellen für den Versehrtensport, der, nach anfänglicher Skepsis, inzwischen die Anerkennung weiter Kreise gefunden hat. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den VdK in Bayern konnte am 21. Juni 1952 der Bayerischen Versehrten-Sportverband in München gegründet werden.
Heute wie damals sieht er seine Aufgabe darin, allen Kriegs-, Zivil- und Unfallbeschädigten die Möglichkeit zu geben, in einer unbeschwerten Gemeinschaft unter Aufsicht von besonders geschulten Übungsleitern und Ärzten Leib und Seele durch körperliche Übungen zu kräftigen.
Dabei steht nicht etwa das Streben nach Rekordleistung im Vordergrund, vielmehr wird der gesundheitsfördernde Effekt des Sports für den Körper nutzbar gemacht.
In Babenhausen hat als erster der VdK Ortsvorsitzender Anton Sauter und der sportfreundliche Arzt Dr. Martin Schrode für den Versehrtensport geworben, um vor allem Kriegsbeschädigte zu sportlicher Betätigung anzuregen. So wurde am 20. April 1966 im Gasthaus „Zum Sportplatz“ in Babenhausen beschlossen, eine Versehrtensportgruppe zu gründen.
Noch im gleichen Jahr erfolgte der Anschluss an die Turnabteilung des TSV 1862 Babenhausen. Dem Antrag der Versehrtensportgruppe Babenhausen vom 1. Juli 1966 auf Anerkennung, hat das Landesversorgungsamt Bayern mit Verfügung vom 28. Juli 1966 nach den Richtlinien zur Durchführung des Versehrtensportes zum 1. Juli 1966 entsprochen. Die Wahl der Vorstandschaft der VSG Babenhausen ergab:
1. Vorsitzender Vinzenz Einzinger, Übungsleiter Franz Sauter, Kassier Jakob
Spengler, Sportarzt Dr. Martin Schrode. Unter der Führung von Franz Sauter und Franz Sättler fanden sich eine handvoll aktive Mitglieder zu den ersten Übungsabenden zusammen. Es war ein schweres, aber hoffnungsvolles Beginnen.
Planmäßige Schulung der Übungsleiter, des Sportarztes sowie des Vorsitzenden und kameradschaftlicher Einsatz bildeten weiterhin die unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme der Versehrtensportgruppe Babenhausen an zahlreichen Wettkämpfen im Prellball und allgemeinen Versehrten-Sportfesten in Bayern und Württemberg.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hatte sich die VSG Babenhausen bald einen guten Namen geschaffen.
Wenn auch die regelmäßige Durchführung der Übungsabende die Hauptaufgabe blieb, so wurde die Teilnahme an auswärtigen Vergleichsspielen keineswegs vernachlässigt. Sie gaben den aktiven Sportlern immer wieder Gelegenheit, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Die Versehrten-Sportgruppe besteht heute nicht nur aus Kriegsversehrten, sondern weist ebenso viele Zivilbehinderte auf.
Daten zur Geschichte der Versehrtensportgruppe Babenhausen:
April 1966: Die Versehrtensportgruppe wurde ins Leben gerufen.
Vorsitzender: Vinzenz Einzinger
Übungsleiter: Franz Sauter
Kassier: Jakob Spengler
Sportarzt: Dr. Martin Schrode
Mai 1966: Die VSG Babenhausen beschließt den Anschluss an die Turnabteilung des TSV 1862 Babenhausen.
Juli 1966: Die VSG Babenhausen wird mit Verfügung des Landesversorgungsamtes Bayern nach den Richtlinien zur Durchführung des Versehrtensportes anerkannt.
März 1968: Bezirksvizemeister im Prellball und somit Qualifizierung zur Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft in Nördlingen.
März 1969: Bezirksmeister im Prellball und erfolgreiche Teilnahme am Landesturnier.
März 1970: Bezirks-Vizemeister im Prellball und erfolgreiche Teilnahme am Landesturnier.
März 1971 – März 1976: Bezirksmeister im Prellball und erfolgreiche Teilnahme am Landesturnier.
März 1977: VSG Babenhausen ist Ausrichtet der Bayerischen Meisterschaft im Prellball und belegt einen achtbaren 3. Platz.
Nov. 1977: VSG Babenhausen begeht in würdigem Rahmen ihr 10jähriges Bestehen.
März 1978 – März 1981: Bezirksmeister im Prellball berechtigte zur Teilnahme am Landesturnier.
März 1982: VSG Babenhausen erkämpfte sich bei der Bayerischen Meisterschaft in Neuburg/ Donau die Vizemeisterschaft im Prellball.
März 1983: Ausrichter der Bayer. Meisterschaft im Prellball und Landessieger.
März 1984: VSG Babenhausen wurde Vizemeister beim Landesturnier im Pellball.
März 1985: Bei der Bayerischen Meisterschaft im Prellball in Bad-Neustadt wurde die VSG Vizemeister.
März 1986: Babenhausen ist Ausrichter der Bayerischen Meisterschaft im Prellball und errang die Vizemeisterschaft.
In den Jahren 1982 bis 1986 wurde die VSG Babenhausen vom Landkreis Unterallgäu jeweils für erfolgreiche Leistungen geehrt.
November 1986: VSG Babenhausen feiert ihr 20jähriges Bestehen im Pfarrzentrum in Babenhausen.
Bei einem mit 14 Mannschaften aus Bayern und Württemberg beteiligten Prellballturnier belegte Babenhausen den ausgezeichneten 2. Platz.
Prellball ist das Mannschaftsspiel der VSG. Es wird seit 1967 betrieben und hat eine gute Resonanz gefunden. Hier kann man sagen, Babenhausen hat viel dazu beigetragen, dass Prellball im Bereich des Bayerischen und Württembergischen Behinderten- und Versehrtensportverbandes populär geworden ist. Seit dieser Zeit spielen 2 Mannschaften regelmäßig in Freundschaftsturnieren und offiziellen Meisterschaftsrunden.
Die laufende Qualifizierung als bezirksbeste Mannschaft berechtigte seit 1968 jeweils zur Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften und 2 x als Bayerischer Meister bzw. Vizemeister zur Teilnahme an den Deutschen Prellball-Versehrtenmeisterschaften und zwar
1982: in Wertheim
1983: In Meckenbeuren.
Es konnte hier jeweils ein guter Mittelplatz erreicht werden.
Sparte Tischtennis
Die Gründung der Sparte Tischtennis geht zwar in die 50er Jahre zurück, hatte seinerzeit aber nur kurzen Bestand.
Fest etabliert und fußgefasst hat sich Tischtennis dann jedoch im Mai 1971. Der seinerzeitige Spartenleiter Hermann Stöckle, hat auf Anhieb im ersten Spieljahr mit der angemeldeten Jugendmannschaft den Meistertitel in der Kreisliga errungen.
In der darauffolgenden Spielrunde 1972/73, ab welcher der Sportkamerad Erwin Schuster das Zepter in die Hand nahm, wurde am Spielbetrieb mit einer Herren- und einer Schülermannschaft teilgenommen, wobei die Schülermannschaft dank der Initiative von Herrn Endras ins Leben gerufen wurde.
Den offiziellen Punktspielbetrieb haben die Schüler dann zur Saison 1972/73 aufgenommen.
Es ging innerhalb der Sparte auf und ab, und in den Anfangsjahren bedurfte es einer großen Begeisterung und Anstrengung, um zunächst eine Senioren- und eine Schüler- bzw. Jugendmannschaft zu erhalten. Der Ausdauer und dem Standvermögen, insbesondere der älteren Spieler, ist es zu verdanken, dass nach den Anfangsschwierigkeiten zur Punktspielrunde 1974/75 auch eine zweite Seniorenmannschaft den Spielbetrieb aufnahm.
Den Höhepunkt innerhalb der jungen Sparte bildete die Saison 1979/80. In diesem Spieljahr wurde die 1. Seniorenmannschaft Meister der Kreisliga II und stieg somit automatisch in die Kreisliga I auf. Die seinerzeitige Mannschaft spielte in folgender Besetzung: Walter Egger, Alois Herz, Peter Hofmann, Erwin Schuster, Franz Moder, Peter Müller, Michael Schütz.
Auch die zweite Mannschaft hat in diesem Spieljahr den Meistertitel der Kreisliga III errungen und ist somit in die Kreisliga II aufgestiegen. In folgender Besetzung wurde damals gespielt: Klaus Merk, Herbert Schweikart, Xaver Steck, Clemens Riedle, Manfred Vogt, Walter Zedelmaier, Stefan Weigl.
Die Austragung des Schwäbischen Bezirksranglistenturnieres, das am 8. Juli 1984 in der Dreifachturnhalle in Babenhausen stattfand, war für unser Team ein sportliches Erlebnis über den lokalen Bereich hinaus.
Gerade in jüngster Vergangenheit erfreut sich Tischtennis in Babenhausen, dank der Übungsleiter Erwin Schuster, Claudia Dang Lieu und Frank Röger, immer größerer Beliebtheit. So konnte Spartenleiter Stefan Weigl erstmals in der Vereinsgeschichte zur Saison 1986/87 drei Jugendmannschaften – eine weibliche, zwei männliche – und zwei Seniorenmannschaften für die Punktrunde melden.
Bleibt zu hoffen, dass gerade auch die Begeisterung der Jugend anhält, damit Tischtennis innerhalb des TSV den Stellenwert eingeräumt bekommt, wie es diese Sportart auch verdient.
Abteilung Fußball
Trotz immenser Widrigkeit auf allen Gebieten nach Ende des 2. Weltkrieges, begann man voller Enthusiasmus den Sportübungsbetrieb in Babenhausen planmäßig zu organisieren.
Erfreulich rasch erholten sich die Fußballer von der sechsjährigen Zwangspause, bedingt durch die Kriegsjahre. Der Kader um E. Wagner, F. Reiber, F. Gropper sowie A. Bock wurde durch begabte, talentierte junge Spieler ergänzt , so dass bereits im Herbst 1945 der Spielbetrieb mit der ersten Verbandsrunde aufgenommen werden konnte. Die ersten Fußballspiele nach der Aufnahme des Spielverkehrs, wurden noch mit bunt-gewürfelten Dressen bestritten, denn von dem einstiegen grün/weißen Dress mit Brustring waren nur noch wenige vorhanden. So machte man aus der Not eine Tugend und schneiderte, von Fachkräften großzügig unterstütz, aus den verbliebenen Hakenkreuzfahnen eine neue Trikotgarnitur. Der Anfang war gemacht, die Spiele auf dem grünen Rasen konnten wieder beginnen.
Ein besonderer Höhepunkt stand schon an Ostern des Jahres 1946 ins Haus. Auf Initiative von Hans Schiefele (Sportredakteur der Süddeutschen Zeitung) gelang es, die 1. Mannschaft des FC Bayern München für zwei Gastspiele zu gewinnen. Zahlreiche begeisterte Zuschauer hatten ihre helle Freude daran, wie erfrischend die Mannschaft aus dem Fuggermarkt aufspielte und dem übermächtigen Gegner auf allen Bereichen einiges abverlangte.
Die Verbandrunde in der Bezirksklasse wurde stets recht erfolgreich gestaltet.
Die Saison 1948/49 brachte schließlich einen sportlichen Höhepunkt, schaffte man da doch das begehrte „Double“. Nach der Meisterschaft gelang mit dem Pokalsieg eine weitere Höchstleistung . Doch nach zahlreichen Höhenflügen prägten auch Tiefen das Fußballeben. Der Sturz über die B-Klasse bis in die C-Klasse wurde bedingt durch Kameradschaft und Einsatzwille in der Saison 1954/55 wieder gestoppt. Am 24.7.1955 stieg man als Meister wiederum in die B-Klasse auf. Schuster erzielte im Meisterschaftsjahr sage und schreibe 54 Tore, gefolgt von Stiegeler mit 33 Treffern. In dieser Klasse spielte der TSV Babenhausen auch noch im Jahre seines 100-jährigen Bestehens (1962), obwohl der Aufstieg für dieses Jubiläum angepeilt wurde. Eine Summe sportlicher Leckerbissen wurde zu diesem Anlass serviert. Punktuell seien hier nur die Gastspiele der Prominentenelf des FC Bayern sowie von Schwaben Augsburg (1. Vertragsliga) angeführt. Dass sämtliche Veranstaltungen in einem überaus würdigen Rahmen über die Bühne gingen, dafür hatten sämtliche Verantwortlichen mit beispiellosem Einsatzwillen gesorgt. Vorstand Alfred Schmidt und Abteilungsleiter Hans Escher gelang mit einer Vielzahl von freiwilligen Helfern das schier unmögliche. Pünktlich zur Jubiläumsfeier wurde die Tribüne im 1. Bauabschnitt der Öffentlichkeit präsentiert, was der sehenswerten Sportanlage noch ein Plus an Attraktivität verlieh.
Was im Jahr des Jubiläums nicht Realität wurde, gelang endlich in der Saison 1963/64, unter dem aus Weißenhorn stammenden Trainer Stefan Andrasch. Ihrem „Boß“ Escher brachten sie mit der Meisterschaft zu dessen 60. Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Im Rahmen einer Feierstunde im Gasthof „Adler“ wurde unter Anwesenheit von Bürgermeister Hudler des Erfolgs gedacht. Aber auch der „zweiten Garnitur“ sowie der A-Jugend war die Meisterschaft beschieden. Ferner konnte man auch noch den Fairnesspreis des WFV stolz entgegennehmen. Die A-Klasse Donau/Iller, die dritthöchste Amateurklasse, war über Jahre hinweg der „Tummelplatz“, auf welchem der TSV äußerst positive Akzente setzte. 7 Gastspieler aus dem Ulmer Raum verstärkten zwischen 1967 und 1971 im Dreß des TSV die Abteilung und fühlten sich in der kameradschaftlichen Atmosphäre des TSV Babenhausen stets pudelwohl. So waren auch Plätze im vorderen Mittelfeld (1969 Vizemeisterschaft) Ausdruck der guten Spielkultur im Fuggermarkt. Diverse Turniersiege unterstrichen den Aufwärtstrend nur allzu deutlich. So holte man sich mit einem 3 : 1 Endspielsieg gegen den VFB Ulm in Illertissen am 28.6.1969 die Pokalmeisterschaft. Aber auch vor Schicksalsschlägen blieb die Abteilung Fußball nicht gefeit. Auf der Heimfahrt von eben diesem Pokalendspiel erkrankte Abteilungsleiter Escher und verstarb am 19.7.1969. Als Würdigung seiner Verdienste plante Alfred Schmidt das Hans-Escher-Gedächtnisturnier, das im zweijährigen Turnus an Pfingsten von 1970 an ausgetragen werden sollte. Aber auch Schmidt konnte die Premiere des lukrativen Turniers nicht mehr erleben, da er am 6.5.1970 völlig unerwartet verstarb. Insgesamt an 8 Orten wurde das Hans-Escher-Gedächtnisturnier ausgetragen, bis sich an Pfingsten 1986 der Kreis wiederum im Babenhauser Stadion schloss. Die Fuggermärktler konnten sich (1974, 1976, 1986) insgesamt dreimal in die Siegerliste eintragen lassen und durften 1986 den Wanderpokal, gestiftet von der Marktgemeinde, endgültig in Beschlag nehmen. Unter dem schussgewaltigen Trainer Siegfried Moosmann, der auch alsbald durch Heirat ein „Babenhauser“ wurde, konnte das Band der Kameradschaft noch fester zusammengeschnürt werden. Eine tiefgreifende Zäsur brachte das Spieljahr 1976/77 – das letzte in der A-Klasse Donau/Iller. Schon seit geraumer Zeit trug man sich in Fußballerkreisen mit dem Gedanken, aus dem Bereich des WFV auszuscheren und ins Bayerische „hinüberzuwechseln“. Dieser Einschnitt, ausgelöst durch die Gebietsreform 1972, wurde durch einen Wermutstropfen vergällt, denn extrem unglücklich stand man am Ende der Saison als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. So wurde der Wechsel zum BFV gleichsam ein Sturz, denn das neue Spieljahr sah den TSV Babenhausen urplötzlich in der B-Klasse Memmingen. Aber alle Spieler, vor allem die von Trainer Willi Krischke neu eingebauten jungen Akteure, zogen an einem Strang, so dass am Ende der Saison nach einem Jahr B-Klassen-Zugehörigkeit der Meisterwimpel entgegengenommen werden konnte.
Der Durchmarsch in die Bezirksliga wäre um ein Haar Wahrheit geworden. Die Saison 1978/79 führet den TSV in der A-Klasse Mitte am Schluss auf den 3. Tabellenplatz, punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Im DFB-Pokal scheiterte man gegen den Bayernligisten FC Memmingen beim 1 : 2 nur äußerst knapp.
Bedingt durch die Auflösung der Fußballabteilung des SV Klosterbeuren aufgrund Personalmangels, nahm zwischen 1977 und 1979 eine als Babenhausen III titulierte Mannschaft am Spielbetrieb teil und erreichte in der C-Klasse Memmingen recht beachtliche Resultate.
Am Ende der Saison 1979/80 war man endlich am Ziel der Wünsche. Der Aufstieg in die höchste schwäbische Klasse – die Bezirksliga/Süd – wurde erreicht.
Mit wechselndem Erfolg, wobei auch Spitzenplätze (3 Platz in der Saison 1981/82) angepeilt wurden, steht der TSV Babenhausen nun schon die 7. Saison in der Bezirksliga. Wohlfundierte Aufbauarbeit hierzu leistete wiederum Siegfried Moosmann als Trainer. Dadurch hat man sich auf fußballerischem Sektor in Schwaben einen Namen gemacht und zählt zu den renomierten Clubs im Bereich des BFV. Dazu trugen auch Vergleiche mit höherklassigen Teams bei. Im August 1982 gastierte der im Europacup erfolgreiche Bundesligist Fortuna Düsseldorf im Stadion und begeisterte beim 3 : 7 eine große Zuschauerkulisse, wozu der TSV einen gewichtigen Beitrag leistete. Die A-Jugend wehrte sich im Jahre 1980 bei der 1 : 5 Niederlage gegen Arsenal London recht tapfer. Auch die A-Jugend des des FC Augsburg (damals) noch mit Bernd Schuster) wurde arg gefordert. Überhaupt verdient die gesamte Jugendarbeit aller Sparten ein Gesamtlob. Wie effektiv im Jugendbereich gearbeitet wird, verdeutlichen eine Unsumme von Meistertiteln, verteilt auf sämtliche Jugendabteilungen.
In den Jahren 1977-1982 benutzte die Abteilung Fußball zusätzlich einen in eigener Regie erstellten Fußballplatz im Tafelmahd, der dann wieder aufgegeben werden musste, nachdem das ganze Gelände in diesem Bereich als Baugebiet ausgewiesen wurde.
Die zweimalige Teilnahme an der Endrunde zur Schwäbischen Hallen-Fußballmeisterschaft in Augsburg in den Jahren 1985 und 1986 verlieh dem Namen des TSV auch über Schwabens Grenzen hinaus ein hohes maß an Achtung und Publizität. Auf dem Hallenparkett heimsten die TSV-Spieler eine stattliche Zahl von Turniersiegen, gewürdigt mit herrlichen Pokalen, ein.
Nach Moosmann übernahm im Jahre 1983 Reinhard Ebner das „Ruder“ als Trainer und formte eine allerorts geschätzte Bezirksligatruppe. Ziel, Wunsch und Streben der Mannschaft, die sich einschließlich Trainer Reinhard Ebner aus einheimischen Spielern rekrutiert und somit eine echte Einheit bildet, ist es, in der Zukunft auf der jetzigen Basis weiterzuarbeiten.
Spieler mit über 400 Einsätzen im Dreß des TSV:
Rudolf Dreier, 765
Siegfried Schäfer, 533
Adolf Till, 479
Reinhard Ebner, 455
Anton Hack, 416
Franz Sauter, 402
Heinz Schiebel, 400
Auf eine nahezu einmalige Bilanz im Dreß des TSV Babenhausen kann Rudolf Dreyer, antrittsschnelles Laufwunder und gefürchteter Torjäger in einer Person, seit seinem Debüt in der Saison 1963/64 unter Trainer Stefan Andrasch zurückblicken. Der „Rudl“ brachte es auf sage und schreibe 765 Einsätze und erzielte hierbei 378 Treffer.
Georg Seitz wirkt seit 1969 mit seiner ganzen Kraft als Kassier und Chronist der Abteilung. Viel für die Belange des Vereins leistete auch Martin Gleich während seiner 11-jährigen Tätigkeit als Abteilungsleiter, bis er 1986 von Georg Jehle abgelöst wurde.
Abteilung Tennis
Seit wann in Babenhausen Tennis gespielt wird steht nicht genau fest, jedoch bestanden bereits schon vor der Gründung der Tennisabteilung zwei Privatplätze.
Auf Initiative der Herren Heinrich Rauschmayr und Erwin Wagner wurde am 16.2.1955 mit achtzehn tennisbegeisterten Anfängern eine Tennisabteilung aufgebaut und als weitere Abteilung dem TSV angeschlossen. Die Gründungsmitglieder waren: Karl Georg Baur, Christa Bergmann, Jakob Fallscheer, Emmy Haase, Dr. Fritz Haase, Arthur Krausenböck, Erich Lang, Heinrich Rauschmayr, Hans Reiner, Theo Säugling, Erwin Wagner, Franz Wagner und Ernst Wiethaler. Abteilungsleiter war Heinrich Rauschmayr.
Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung der Tennisabteilung waren Jakob Fallscheer, Erich Lang, Ernst Wiethaler und Heinrich Rauschmayr, welche durch eine Bürgschaft den Bau des 1. Tennisplatzes ermöglichten. Das Gelände wurde von der Gemeinde Babenhausen zur Verfügung gestellt. Die Platzeinweihung erfolgte mit einem Freundschaftsturnier gegen den TC Vöhringen im September 1955.
In den ersten Jahren war man durch eifriges Training und Mitgliederwerbung bemüht, das Spielniveau der Abteilung zu verbessern. In den Wintermonaten wurde in der TSV-Turnhalle gespielt. Zahlreiche Freundschaftsturniere wurden ausgetragen. Das zweite Spielfeld wurde im Frühjahr 1957 in Angriff genommen und am 1957 mit einem Freundschaftsturnier gegen den TC Grün-Weiß Luitpoldpark München seiner Bestimmung übergeben. Der Bau war nur durch erhebliche finanzielle Opfer der Mitglieder und durch die Unterstützung des Marktes Babenhausen und seiner Geschäftswelt möglich.
Erstmals wurden ab 1957 Clubmeisterschaften ausgetragen. Durch weiterhin intensives Training war die Abteilung im Jahre 1958 soweit gerüstet, um an den Verbandsspielen des Kreises Allgäu mit einer Herrenmannschaft teilzunehmen. Die Mannschaft mit Johann Harjung, Rainer Fallscheer, Dr. Siegfried Haase, Erwin Wagner, Helmut Ammann und Jochen Rauschmayr musste gegen 8 Vereine antreten und belegte einen für den Start beachtlichen 6. Platz. Bis 1962 wurde im Kreis Allgäu gespielt, ab 1962 im Kreis Nordschwaben, wobei 1961 erstmals auch eine Damenmannschaft mit folgender Besetzung zu den Verbandsspielen gemeldet wurde: Cläre Baur, Emmy Haase, Irene Reindl, Ursula Harjung, Helga Bihler und Gitte Maurer.
Die bisher erfolgreichsten Jahre der Damen- und Herrenmannschaft waren 1961 und 1962, wo beide Mannschaften jeweils den 2. Platz belegen konnten. Im Hinblick auf die Gegner war Babenhausen der kleinste und jüngste Verein. Im Jahre 1964 wurde die Damenmannschaft in der Kreisliga „B“ Mannschaftsmeister und stieg in die Kreisliga „A“ auf. Bei den schwäbischen Seniorenmeisterschaften 1964 in Friedberg belegte Erwin Wagner den 3. Platz. Frau Irene Rauschmayr wurde im gleichen Jahr Allgäuer Meisterin in der Klasse Damen-Einzel „B“.
Nicht nur auf sportlichem Gebiet war das Jahr 1964 ein Meilenstein in der Abteilungsgeschichte. Das lang gewünschte Clubhaus wurde im März 1964 in Angriff genommen. Durch beispiellose Mithilfe der Mitglieder, die in kurzer Zeit über 1000 freiwillige Arbeitstunden erbrachten, unterstütz durch einen Zuschuss der Gemeinde und Spenden der Mitglieder, konnte der Bau im Sommer 1964 abgeschlossen werden. Ab 1966 beteiligte sich die Abteilung wieder an den Verbandsspielen des Kreises Allgäu. Die Allgäuer Jugendmeisterschaften (Bambino) wurde im Jahr 1966 erstmals nach Babenhausen vergeben. Die gleichen Meisterschaften wurden auch 1967 in Babenhausen ausgetragen.
1966 erreichte das Doppel Erwin Wagner und Helmut Ammann bei den Allgäuer „B“ Meisterschaft den 3. Platz. Erstmals wurde 1968 eine 2. Herrenmannschaft in den Verbandsspielen ein gesetzt. Die Damenmannschaft errang im gleichen Jahr ihre 2. Meisterschaft. Bei den Allgäuer Meisterschaften 1968 wurde das Doppel Helmut Ammann und Fritz Stadelbauer Allgäuer „B“ Meister. Ilse Tschirne belegte im Damen-Einzel den 2. Platz und Erwin Wagner errangt im Senioren-Doppel den 3.Platz. Im gleichen Jahr wurde Ilse Tschirne bei den Schwäbischen Meisterschaften Vizemeisterin im Damen-Eintel „B“ und Fritz Stadelbauer Vizemeister im Mixed. Unter der Leitung des seit 1955 tätigen Abteilungsleiters Heinrich Rauschmayr wurde im Herbst 1969 der 3. Tennisplatz fertiggestellt, der aufgrund der steigenden Mitgliederzahl und der Teilnahme von 3 Mannschaften an den Verbandsspielen dringend notwendig war.
Die schon längst geplante Erweiterung des Clubhauses um zwei Umkleideräume mit Duschen sowie 2 WC´s wurde im Frühjahr 1972 in Angriff genommen. Besonders durch den zielstrebigen Einsatz von Herrn Erwin Wagner als Abteilungsleiter und des nachhaltigen Arbeitseinsatzes fast aller Mitglieder, konnte der Bau im Mai fertiggestellt werden. Mehr als 1.400 freiwillige Arbeitstunden wurden von den Mitgliedern geleistet.
Im Jahre 1972 wurde erstmals eine 3. Herrenmannschaft in den Verbandsspielen eingesetzt.
Das Jahr 1973 brachte eine weitere Aufstockung der Turniermannschaften um eine männliche Jugendmannschaft, die in diesem Jahr aufgrund der in den Vorjahren geleisteten Jugendarbeit aufgestellt werden konnte.
Eine traurige Nachricht erreichte uns am 4.10.1974 über den Tod unseres Gründungsmitgliedes und langjährigen Abteilungsleiters Heinrich Rauschmayr. Abteilungsleiter Richard Rank würdigte am Grab die Verdienste des wohl einmaligen Sportsmannes und Kameraden.
Die Jahre 1975 – 1978 zählen zu den wohl erfolgreichsten der Tennisabteilung.
1975 und 1976 wurde die 1. Herrenmannschaft jeweils Gruppensieger in der Kreisliga Allgäu „A“ mit dem Aufstieg in die Bezirksliga „C“. Die 2. Herrenmannschaft wurde Gruppensieger und stieg in die Kreisliga „A“ bzw. „C“ auf. Die Damenmannschaft wurde Vizemeister und konnte ihren Abstieg vom Vorjahr wieder ausgleichen.
Bedingt durch den Abgang von Stammspielern konnte die 1. Herrenmannschaft 1979 den Klassenerhalt in der Bezirksliga „B“ nicht erreichen und musste wieder in die Bezirksliga „C“ absteigen. Die übrigen Mannschaften konnten durch gute Plazierungen ihre Positionen halten. Auch in den Folgejahren mussten weitere Spielerverluste hingenommen werden. Nachdem entsprechend leistungsstarker Nachwuchs fehlte, ergaben sich weitere Klassenverluste sämtlicher Herrenmannschaften.
Im Jahre 1982 wurden 2 weitere Tennisplätze mit erheblichem Kostenaufwand und großzügiger Unterstützung der Marktgemeinde erstellt.
Lichtblick war das Jahr 1984, wo die 1. Herrenmannschaft nach einem schmerzlichen Absturz in die Kreisklasse 1 aufsteigen konnte.
Auch die Damenmannschaft schaffte 1984 wieder den Aufstieg in die Kreisklasse 1, der sie bis heute angehört.
1985 und 1986 mußten jedoch bei den Herrenmannschaften weitere Klassenverluste hingenommen werden.
Erfreulich verlief es bei den Jugendmannschaften. Die weibliche Jugend erreichte 1984 nach 3 erfolgreichen Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga, als höchste Spielklasse in Schwaben. Die männliche Jugend war 1985 und 1986 jeweils Gruppensieger.
Im Jubiläumsjahr stehen der Tennisabteilung des TSV 6 Plätze sowie ein Clubhaus mit allen erforderlichen Nebenräumen und Einrichtungen zur Verfügung.
Abteilung Ski
Die eigentliche Gründung der Skiabteilung erfolgte 1976.
1, Abteilungsleiter war Willi Musch, ein Skifahrer aus Passion. Seinem etwa 6 Jahre dauernden Engagement hat die Skiabteilung viel zu verdanken. Hervorzuheben ist insbesondere seine Jugendarbeit.
Die Saison der Skiabteilung beginnt alljährlich bereits im Oktober. Um die Brettsportler entsprechend fit zu halten, findet ab diesem Zeitraum wöchentlich eine Skigymnastik statt.
Sehr beliebt ist auch der Skibazar, der wegen des großen Andrangs 1986 erstmals in die alte Turnhalle verlegt werden musste. Nicht mehr ganz neue Skimode, Skier und anderes kann bei dieser Veranstaltung gekauft oder verkauft werden.
Auf große Begeisterung – insbesondere bei der Jugend – stoßen auch die Skikurse. Mit großem Idealismus führte seinerzeit Willi Musch Wochenskikurse ein. Zwischenzeitlich werden diese Kurse zumeist an Wochenenden durchgeführt, wobei nicht nur der Anfänger auf seine Kosten kommt, sondern auch der Fortgeschrittene und Perfektionist im Intensivkurs noch einiges dazulernen kann.
Für die Organisatoren ist es allerdings immer wieder recht problematisch, geeignete Übungsleiter oder Skilehrer aus Babenhausen zu finden, die sich für diese Arbeit zur Verfügung stellen. Allzuoft hat auch das Wetter alle Bemühungen zunichte gemacht.
Unstreitiger Höhepunkt des jährlichen Programms sind die ein- und zweitägigen Ausfahrten in ausgewählte Wintersportzentren. Ischgl, St. Anton, Silvretta Nova sind nur einige Namen, die für einen vollen Bus sorgen. Hier zeigt sich zumeist, dass das Trockentraining in der Turnhalle durchaus notwendig war.
Der Apres-Ski verläuft zu individuell, um an dieser Stelle etwas aussagen zu können, jedenfalls wird er von vielen Teilnehmern immer intensiv gepflegt.
Gegen Ende der Saison findet dann schließlich immer die Skimeisterschaft der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen statt, bei der mittels elektronischer Zeitmessung sich jeder die Frage – wie schnell bin ich? – beantworten kann.
Die seit 1986 bestehende neue Abteilungsleitung unter Richard Brauchle hat sich, infolge zurückgegangener Teilnehmerzahlen, insbesondere zum Ziel gesetzt, an die Ära Musch anzuknüpfen, in der zeitweise bis zu 100 Starter an diesem als Riesentorlauf ausgetragenen Wettkampf teilnahmen.
Ein Aufwärtsstrand war bei der Verwaltungsgemeinschafts-Meisterschaft 1987 deutlich zu erkennen.
Turnfeste und größere Veranstaltungen
Am 21. Mai 1950 trat der TSV mit einer ersten größeren Veranstaltung, einem Turn- und Sportfest, verbunden mit Volksfest, vor die Öffentlichkeit. Unter der bewährten Riege des organisationsbegabten 1. Vorstandes Franz Hoyer, dem der Verein sehr viel zu verdanken hat, wurde das Fest ein voller Erfolg. 717 auswärtige und 115 aktive Vereinsmitglieder nahmen an der Veranstaltungen teil. DM 1800,- konnten als Grundlage für den Turnhallenneubau eingesetzt werden.
Das Bezirksturnfest des Iller-Donau-Turngaues am 9. und 10. Juli 1955, vom 1. Vorstand Franz Beyrer und seinem Festausschuss gut vorbereitet, konnte bei bedenklicher Wetterlage nur unter Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Trotz Ungunst der Verhältnisse kam der Verein noch mit einem „blauen Auge“ davon. DM 302,- wurden dem Turnhallenneubau zugeführt.
Auf eine Anregung und zusammen mit dem Reitverein Erolzheim wagte sich der TSV an die Vorbereitung und Durchführung eines „Reit- und Springturniers“ am 28. und 29. April 1955, wenn auch der Verlauf und Umfang des Turniers an die folgenden großen Turniere des Reitvereins Babenhausen noch nicht herankam, so erfüllte es doch durchaus die Voraussetzung als Werbung für den Reitsport und belohnte die mühevolle Vorbereitungsarbeit des TSV Ausschusses mit einem Reingewinn von 1048,-.
Im Jahre 1951 führte der Verein nach altem, bewährtem Muster ein Variete auf. Im Hause des Theatervereins erlebte die Werbeveranstaltung mehrere ausverkaufte Vorführungen und hatte hinsichtlich ihres Zweckes einen schönen Erfolg, der auch in finanzieller Hinsicht den Erwartungen entsprach.
An den traditionellen gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier und Faschingsball hat auch der TSV bis heute festgehalten.
Nach längerer Pause wurde im Jahr 1980 zum erstenmal wieder ein gemeinsamer Faschingsball aller TSV-Abteilungen organisiert. Nachdem von einzelnen Abteilungen interne Faschingsveranstaltungen durchgeführt worden waren die aber nie richtig erfolgreich wurden, kam im Anschluss an eine Hauptausschusssitzung die Anregung des 1. Vorstandes Martin Gleich, es doch wieder einmal gemeinsam zu versuchen. Frau Helga Held übernahm die Organisation des Vorhabens und konnte sich auf die Mitarbeit von Mitgliedern aus allen Abteilungen, besonders zahlreich war die Tennisabteilung vertreten, stützen. Die alte Turnhalle wird seither jedes Jahr in vielen Arbeitsstunden durch fleißige Hände unter der ideenreichen Regie von Helga Held, dem jeweiligen Motto angepasst, in einen Ball-Saal verwandelt, der durch seine einmalige Atmosphäre einen immer erfolgreichen Höhepunkt im gesellschaftlichen Vereinsleben bildet.
Mitglieder und Ehrenmitglieder
Die Zahl der Mitglieder, die sich herkömmlich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammensetzen, wuchs von 141 bei der Gründung bis zu 1360 im Jahre 1987. Für besondere langjährige Verdienste wurden zu Ehrenmitglieder ernannt: Hans Treuleben, 1. Bgm. Josef Hudler, Mathias Sauter, Albert Schaffstall, Heinrich Rauschmayr, Eugen Vogt, Andreas Graf, Sebastian Diepolder, Ludwig Zedelmaier, Heinz Bieneck, Ludwig Wiedemann, Franz Beyrer, Hans Escher, Alfr. Schmidt, Alois Bock sen., Hermann Ammann, Ludwig Sailer sen..
Der Turnhallenneubau
Nachdem die in den zwanziger Jahren erstellte Turnhalle durch Änderung der Besitzverhältnisse als Übungsstätte verloren ging, standen 1950 Marktgemeinde und TSV vor dem ernsten Projekt eines Turnhallenneubaues. Auf Ansuchen der Vereinsleitung stellte sich der Gemeinderat, an der Spitze 1. Bürgermeister Josef Hudler, einstimmig und positiv dem Bauvorhaben gegenüber und mit der Planung konnte begonnen werden. Die Förderungen der Gemeinde, Mitarbeit der Aktiven in freiwilliger, unentgeltlicher Mitarbeit und Barzuschüssen seitens des Vereins, konnten als tragbar angenommen werden und mit seltener Begeisterung und Emsigkeit gingen Turner und Sportler ans Werk, ihre Turnhalle zu bauen. Der Bauausschuss, bestehend aus: Fr. Hoyer, L. Miller, U. Kartheininger, K. Tanner, L. Stiegeler, H. Rauschmayr, M. Sauter, L. Sauter, L. Zedelmaier, organisierten nach den Plänen von Architekt E. Lang den ersten Bauabschnitt und bereits im Herbst 1950 standen nach mustergültiger Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder die Grundmauern des Neubaues. Jedoch das Vertrauen und die Begeisterung der Vereinsmitglieder und der Bevölkerung an dem Bauprojekt wurde durch Maßnahmen gestört, welche den Weiterbau in Frage stellen sollten. Trotzdem beiderseits alle Pläne und Vereinbarungen eingehend geprüft und genehmigt wurden, begann ein gewisser Personenkreis, der seine persönlichen Interessen unter Gemeindeinteressen zu tarnen versuchte, den Turnhallenneubau mit propagierten und aggressiven Angriffen zu sabotieren. Das Projekt wurde zur gemeindepolitischen Kampfparole und mit Vorbedacht zum Zankapfel wegen des nicht mehr möglichen Kiesabbaues innerhalb der Bevölkerung gemacht. Dass diese Kampfansage scheiterte, ist der Einigkeit von 1. Bürgermeister Josef Hudler und der Vereinsleitung zu verdanken. Trotz der Schwierigkeiten wurde das Bauvorhaben weiter vorangetrieben und auch durchgeführt. Das besprochene Intermezzo hatte natürlich nicht zur Verbilligung des Projektes beigetragen. Der Verein beteiligte sich am Turnhallenneubau vertragsgemäß mit Leistungen in folgender Reihenfolge.
DM 5000 aus Totomitteln, DM 2000 aus Turnfest 1950, DM 1353 Arbeitsleistungen, DM 1640 Bausteinaktion, DM 1572 Fa. Lang Beton- und Baggerarbeiten, DM 1000 von den Firmen Reisch, Schneider Babenhausen und Kurz Illertissen für Turnhallenboden, DM 456 Einnahme Variete 1951, DM 750 in Raten zu DM 150, DM 302 Bezirksturnfest 1955, DM 350 in bar aus Vereinsmitteln, DM 10000 Totodarlehen. Bei den Verhandlungen um die Totomittel beim Landessportverband, welche Fr. Hoyer und H. Rauschmayr führten, wurden sie in heimatlicher Verbundenheit sehr gut unterstützt durch Sportredakteur Hans Schiefele.
Tribünenneubau
Eine Maßnahme, die in der Geschichte des TSV einen Ehrenplatz verdient, ist der Tribünenbau am Sportfeld. Als Alfred Schmidt die Vorstandschaft des TSV übernahm, proklamierte er als seine vordringlichste Aufgabe die Anlage einer modernen Tribüne an der Südseite des Sportfeldes. Mit seltener Hingabe und bewundernswertem Idealismus schaffte er in mühevoller Kleinarbeit die finanziellen Voraussetzungen für das Werk. In Zusammenarbeit mit der Fußballabteilung, Leiter Hans Fischer, an dessen Idealismus, Geduld und Arbeitswillen enorme Anforderungen gestellt wurden, konnte die Tribüne in ihrer Form beim Reit- und Fahrturnier im Juni 1962 ihrer Bestimmung dienen. Um einen Begriff über die erforderliche Gesamtarbeit zu geben, sollen auszugsweise folgende Positionen genannt werden: Überbaute Grundfläche 577, 8 qm, geschaffene Sitzplätze 1.020, Erdbewegungen 600 cbm, Kies- und Sandverbrauch 194,12 Tonnen, Zement 14,15 Tonnen, Eisen 2,203 Tonnen; freiwillige Arbeitsleistungen in Stunden: Hans Escher 1372, Anton Götzfried 462, Schmidt Josef (Rentner) 319, Georg Jehle 178, Albert Schaffstall 158, Vinzenz Melde 135, Josef Rau 110, Anton Reindl 108, Ludwig Wiedemann 98 mit den nachfolgenden insgesamt 5727 Std.
In den Monaten November/Dezember 1980 wurde das renovierungsbedürftige Tribünendach komplett überholt bzw. erneuert. In großzügiger Weiße übernahm die Marktgemeinde Babenhausen die anfallenden Kosten in Höhe von ca. DM 26.000,-.
Mit der Ges.-Summe von DM 52.950,- und den Leistungen, welche den Tribünenneubau bisher umfassen, dürfte der Beitrag des TSV und der Marktgemeinde zum Ausbau unserer selten schönen und zweckmäßigen Sportanlagen nicht zu bemängeln sein.
Die genannten Zahlen sprechen mehr als Worte. Die genannten Männer verzichten auf Lobeshymnen und Ehrungen. Sie erhoffen als Sinn ihrer Arbeit eine erfolgreiche Zukunft des TSV und die Genugtuung, dass von der vollbesetzten Tribüne der Beifall rauscht für die guten Leistungen der Turner und Sportler von Babenhausen.
Die neue Vereinsfahne
Bei den Vorbesprechungen im Hauptausschuss, anlässlich der Organisation der 125-Jahr-Feier, stand unter vielen anderen Punkten auch das Thema „Vereins-Fahne“ zur Diskussion.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass eine Restaurierung des in seiner langen Geschichte arg „gebeutelten“ und brüchig geworden Vereins-Symbols nicht mehr möglich war, wurde die Anfertigung eines neuen Fahnentuches einstimmig beschlossen.
Es blieb nur noch die Frage offen, wie die „neue“ aussehen sollte. Auch darüber einigten sich die Verantwortlichen bald. Um Geschichte und Tradition des Vereins symbolhaft wachzuhalten war man sich einig, die neue Fahne als Abbild der bisherigen anfertigen zu lassen.
Die feierliche Fahnenweihe erfolgte im Rahmen der Festveranstaltungen zur 125-Jahr-Feier beim Festgottesdienst im Stadion.
Die alte Vereinsfahne wird danach keinesfalls ganz in der Versenkung verschwinden oder in Vergessenheit geraten. Sorgfältig aufbewahrt und in Ehren gehalten, wird sie sicherlich bei besonderen Gelegenheiten hervorgeholt werden und neben der „Neuen“ an die lange und wechselvolle Geschichte des TSV 1862 erinnern.
Schlusswort
An dieser Stelle sei auch all jenen gedankt, die im Rahmen der vorstehenden Chronik nicht namentlich aufgeführt werden konnten, dem Verein jedoch viele Stunden ihrer Freizeit – sei es in den verschiedenen Ausschüssen, als Übungsleiter oder in anderer Weise – geopfert haben.